Die Kunststofffront des C581 ist partiell mit schwarzem Hochglanzlack versehen. Das sieht elegant aus, zieht aber Staub und Fingerabdrücke magisch an. Das eingesetzte Material ist robust und fühlt sich durchaus gut an.
Das dominierende Merkmal der Vorderseite ist sicher die große Klappe hinter der die Laufwerke versteckt werden. Um die Klappe zu öffnen ist ein leichter Druck auf die linke obere Seite nötig.
Zum Vorschein kommt ein Einbauschacht für ein optisches Slimline-Laufwerk und ein Platz für ein Gerät im 3,5" Format. Negativ ist uns die 3,5" Blende aufgefallen, diese muss herausgebrochen werden und kann dementsprechend nicht wieder verwendet werden.
Ein praktisches Frontpanel ist längst noch nicht bei jedem ITX-Gehäuse anzutreffen. Schade eigentlich, viele unserer Leser legen jedenfalls großen Wert darauf. Beim C581 muss der Käufer auf die Frontanschlüsse nicht verzichten. Geboten werden zwei USB-Ports und je ein Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon. Bei einem Desktop-Gehäuse wäre diese Ausstattung spartanisch, für ein ITX-Case ist sie lobenswert. Mehr Schnittstellen lassen sich wegen der Größe einfach nicht sinnvoll unterbringen.
Mit einem sanften Ruck lässt sich die Front in einem Stück vom Chassis abnehmen. Schaut man sich das Stück Plastik nun von hinten an, ist schon eine Besonderheit zu erkennen. Wie wir bereits erwähnt haben, ist das Gehäuse ab Werk so konfiguriert dass ein Slimline-Laufwerk und Gerät im 3,5" Faktor verbaut werden können. Nach ein wenig Umbauarbeit ist es aber auch möglich ein 5,25" Laufwerk zu montieren. Hierzu müssen in der Front zwei Schrauben gelöst werden, danach kann der Kunststoffeinsatz entfernt. Damit ist es natürlich noch nicht getan, um ein 5,25" Gerät unterbringen zu können, ist noch ein Umbau des zweiteiligen Laufwerkkäfigs nötig. Auf diesen werden etwas später noch genauer eingehen.
Auf dem Deckel befindet sich, auf Höhe des CPU-Kühlers, ein eingestanztes Lochgitter. Hier kann der Kühler Frischluft von außerhalb des Gehäuses beziehen. Das Deckelblech ist mit zwei konventionellen Schrauben gesichert und ermöglich nach der Demontage den Zugang zum Innenraum.
An der linken Seite befinden sich vier kleine Gitter. Sollte sich der Besitzer dazu entscheiden dass C581 vertikal aufzustellen, können an besagten Gittern die beiliegenden Standfüße eingeklippst werden.
Das rechte Pendant verfügt im vorderen Bereich ebenfalls über zwei kleine gelochte Öffnungen. Hinten gibt es dann noch ein größeres Gitter, hier kann auf Wunsch ein 80mm Lüfter montiert werden.
Am Heck macht dann zum ersten Mal das kleine Netzteil mit seinem 40mm Lüfter auf sich aufmerksam. Die genauen Spezifikationen sehen wir uns später noch genauer an. Interessant ist die Möglichkeit dass entweder eine Low-Profile-Erweiterungskarte oder eine Karte in Standardgröße montierbar ist. Während das Low-Profile Modell klassisch in den entsprechenden Slot gesteckt wird, sitzt die Fullsize-Karte horizontal über dem I/O-Panel des Mainboards. Kontakt mit selbigem nimmt sie durch ein optional erhältliches Kabel auf.
Über den Boden, oder alternativ die rechte Seitenwand, gibt es nicht viel zu berichten. Es handelt sich um ein glattes Stück Blech ohne irgendwelche Öffnungen.
Der erste Qualitätseindruck ist gut. Es ist natürlich klar, dass die Haptik nicht mit einem 200€ Alu-Boliden mithalten kann. Das ist aber auch überhaupt nicht Sinn und Zweck. Schwächen in der Verarbeitung konnten wir nicht feststellen.