Das Innere des Utgard ist komplett in mattem schwarz lackiert. Bevor wir uns aber näher mit dem Innenraum beschäftigen, wollen wir erst einmal einen Blick auf das zum Einsatz kommende Dämmmaterial werfen.
Die selbstklebenden Matten bestehen aus einem 9mm dicken Akustikschaumstoff. Eine Auflage aus fein gelochtem Kunstleder sorgt dabei für eine gewisse Stabilität. Das ist allerdings nicht der einzige Vorteil, durch das Kunstleder können die Matten, im Bedarfsfall, einfach mit einem feuchten Lappen gereinigt werden. Durch das geringe Eigengewicht darf vermutet werden, dass das Material zwar dem Luftschall Paroli bieten kann, aber auftretendem Körperschall nur wenig entgegenzusetzen hat. Positiv hervorzuheben ist, dass das Material nur einen sehr schwachen Eigengeruch hat.
Das Case verfügt durchgehend über 5,25“ Schächte, insgesamt sind es neun an der Zahl. Fixiert werden die Laufwerke mit einem praktischen Befestigungsmechanismus. Dabei muss lediglich ein orangefarbener Knopf an jeder Seite gedrückt und dann zum verriegeln nach vorne geschoben werden. Da das System beidseitig vorhanden ist, sitzen die Laufwerke entsprechend fest. Bei dem Einsatz einer Lüftersteuerung, die nicht gerade die Abmessungen eines DVD-Brenners hat, funktioniert das System natürlich nicht. Allerdings besteht in einem solchen Fall die Möglichkeit ein solches Gerät zu verschrauben, entsprechende Löcher sind vorhanden.
Im Lieferumfang befindet sich ein Festplattenkäfig der insgesamt drei 5,25“ Schächte belegt. Platz bietet er für bis zu vier Festplatten. Eine wie auch immer geartete Entkopplung ist leider nicht verfügbar. Damit die Datenspeicher nicht dem Hitzekollaps erliegen, sorgt ein 120mm Lüfter für Frischluft.
Der Mainboardträger verfügt über eine Öffnung, welche die Montage eines Kühlers mit Schraubbefestigung bei eingebautem Mainboard ermöglicht. Eine Handvoll weiterer Aussparungen können als Kabeldurchführung genutzt werden. Mit installierter Schalldämmmatte bleibt hinter dem Tray allerdings so gut wie kein Platz mehr für das Verlegen von Kabeln übrig.
Ein 170mm messender Ventilator sitzt im Deckel und wartet darauf, die erwärmte Luft aus dem Case zu pusten. Alternativ, etwa beim Einsatz einer Wasserkühlung, kann der große Lüfter gegen zwei 120/140mm Exemplare getauscht werden.
Am Boden kann noch ein weiterer Lüfter der Größe 120/140mm eingebaut werden, ein Staubfilter ist nicht vorhanden. Über Sinn und Unsinn einen Lüfter an dieser Stelle zu positionieren, möchten wir uns an dieser Stelle nicht mehr auslassen. Am besten man nimmt das für diese Stelle vorgesehene Stück Dämmmaterial, klebt das Gitter zu und verschwendet keinen weiteren Gedanken mehr daran. Beim Netzteil sieht die Sache schon erheblich besser aus, ein feinmaschiger und leicht entfernbarer Staubfilter wurde hier integriert. Eine Entkopplung vom Gehäuseboden ist dem Netzteil allerdings nicht vergönnt.
Der letzte der drei im Lieferumfang befindlichen Lüfter sitzt im Heck. Es handelt sich dabei um ein Modell der 120mm Kategorie. Das Utgard Gehäuse stellt sieben Slots für Erweiterungskarten bereit.
Zur Befestigung der Karten ist kein Werkzeug erforderlich. Die Fixierung erfolgt durch Kunststoffschieber, welche die Hardware sicher an Ort und Stelle halten sollen. Im Neuzustand sitzen besagte Schieber ausgesprochen stramm, ob das auch noch nach mehrmaliger Verwendung der Fall ist, bleibt ungewiss. Im Praxisteil werden wir uns die Befestigung noch etwas genauer ansehen.
Die maximale Größe für Erweiterungskarten liegt bei 30cm, wenn keine Festplatte auf gleicher Höhe montiert wird. Ist das der Fall, schrumpft das Platzangebot um 3cm plus den Stecker des SATA-Kabels.
Der Verarbeitung des Innenraumes kann man insgesamt ein gutes Zeugnis ausstellen. Scharfe Kanten konnten wir auch an unzugänglichen Stellen nicht entdecken. Wie außen ist auch im Inneren die Lackierung feinsäuberlich aufgetragen.