Außenansichten

Sonntag, 7. März 2010
 / von Nahaz
 

Die Vorderseite zeigt, dass Xigmatek beim Utgard durchgängig auf 5,25“ Schächte setzt. Die Blenden sind dabei im trendigen Meshgitter-Look gehalten. Lobenswerterweise wurde jede einzelne davon auch mit einem engmaschigen Staubfilter versehen.

Selbstverständlich kann auch bei diesem Gehäuse die Vorderseite abgenommen werden. Da die aus Kunststoff bestehende Front bei unserem Testmuster extrem stramm sitzt, ist das nur mit einem gewissen Kraftaufwand zu bewerkstelligen.

Vom Frontpanel des Utgard könnte sich so mancher andere Hersteller eine dicke Scheibe abschneiden. Xigmatek bietet hier schon fast einen Anschluss-Overkill. Im Einzelnen sind die folgenden Schnittstellen und Anschlüsse vertreten:

  • 4x USB 2.0
  • 2x eSATA
  • 1x 3,5mm Klinke Mikrofon
  • 1x 3,5mm Klinke Kopfhörer
  • 2x Regler für Lüftersteuerung

Viel mehr kann man bei einem durchschnittlichen Gehäuse nicht mehr sinnvoll unterbringen. Aber nicht nur die schiere Anzahl der Schnittstellen weiß zu gefallen. Alle Einschlüsse sind feinsäuberlich und vor allen Dingen gerade eingelassen. Lediglich die beiden Regler für die Lüftersteuerung sind etwas wackelig ausgefallen. Auf einen Reset-Taster hat Xigmatek, warum auch immer, verzichtet.

Die Oberseite des Utgard Case wird von einer Kunststoffverkleidung geziert. Im vorderen Bereich wurde eine kleine Mulde integriert, die beispielsweise als praktische Ablage für Stifte fungieren kann. Hinter der erwähnten Vertiefung folgt eine mit feinem Lochblech versehene Abdeckung.

Diese kann, ähnlich einer Schublade, einfach nach hinten abgezogen werden. Zum Vorschein kommt eine Vertiefung, deren Boden aus gelochtem Blech besteht. Über das Thema Wasserkühlung schweigt sich die Montageanleitung leider größtenteils aus. In der angesprochenen Vertiefung soll Platz für einen 240er oder einen 280er Radiator mit einer Maximalhöhe von 46mm zur Verfügung stehen. Um den Wärmetauscher zu befestigen sind zwei Kunststoffteile in der Mulde eingehängt. Jedenfalls gehen wir davon aus dass die Teile diesem Zweck dienen, in der Montageanleitung werden sie mit keiner Silbe erwähnt.

Die linke Seitenwand bietet die Option entweder zwei 120mm oder zwei 140mm messende Lüfter zu montieren. Caseking lässt die Einbauplätze im Auslieferungszustand frei von Dämmmaterial, eine fertig zugeschnittene Matte liegt allerdings bei. Im rechten Pendant befinden sich zwei Lüftungsgitter, jeweils eines auf Höhe der CPU und des Festplattenkäfigs. Auch hier liegt die Dämmmatte im Auslieferungszustand lose bei. Beide Seitenteile können dank Rändelschrauben, ohne Werkzeug entfernt werden.

Das Netzteil befindet sich entgegen der ATX-Spezifikation, wie bei vielen aktuellen Gehäusen, auf dem Boden. Sehr schön, Xigmatek hat einen entsprechenden Filter nicht vergessen. Insgesamt stehen gleich vier Schlauchdurchführungen zur Verfügung. Zwei Stück liegen oberhalb des 120mm Lüfters und zwei weitere neben den Expansionsslots.

Ein Blick auf den Gehäuseboden zeigt einen Einbauplatz für einen 140/120mm Lüfter. Über den Nutzen eines in dieser Position montierten Ventilators darf man streiten. Speziell dann wenn der Staubfilter vergessen wurde. Unter dem Netzteil befindet glücklicherweise ein solcher. Zur leichten Reinigung kann er einfach nach hinten herausgezogen werden. Die Standfüße verfügen über eine dicke Gummiauflage. Damit ist eine grundlegende Entkopplung vom Boden gewährleistet und unschöne Kratzer auf empfindlichen Bodenbelägen verhindert.

Die Verarbeitungsqualität ist eigentlich in Ordnung. Die Lackierung wurde sauber aufgetragen und die Spaltmaße sind gleichmäßig. Lediglich das Kunststoffanbauteil dass auf dem Deckel angebracht wurde fällt etwas aus dem Rahmen. Es sitzt ausgesprochen locker und kann im hinteren Bereich leicht um ca. 3mm in beide Richtungen bewegt werden.