Innenraum & Belüftung

Dienstag, 29. Juni 2010
 / von Nahaz
 

So langsam kommt es groß in Mode, dass die Hersteller den Innenraum ihrer Gehäuse in der Außenfarbe lackieren. Dem Trend kann sich auch In Win nicht verschließen und verpasst dem Ironcald ein mattschwarzes Interieur. Der Mainboardträger ist sehr solide konstruiert und verfügt über eine Öffnung auf Höhe des CPU-Kühlers, weitere Durchbrüche sind nicht vorhanden. Das ist allerdings auch nicht weiter schlimm, denn Platz um Kabel zu verstauen gibt es zwischen Tray und rechter Seitenwand sowieso nicht.

Das Ironclad verfügt über fünf 5,25" Schächte. Um entsprechende Geräte adäquat zu befestigen, setzt der Hersteller auf ein praktisches Schienensystem. Wie nicht anders zu erwarten, hält das System den ihm anvertrauten DVD-Brenner absolut problemlos und bombenfest. Eigentlich ist es schade, dass viele Gehäusebauer die praktischen und effektiven Schienen aufs Altenteil geschickt haben und stattdessen lieber wackelige und einseitig angebrachte Befestigunsmechanismen favorisieren. Einen Nachteil des Schienensystems wollen wir aber an dieser Stelle nicht verschweigen: So ist es damit faktisch nicht möglich zum Beispiel eine Lüftersteuerung zu befestigen, die nicht den kompletten Schacht ausfüllt. Allerdings ist das bei den meisten anderen schraubenlosen Systemen ebenfalls nicht möglich.

Damit man nicht auf einen Cardreader oder sein geliebtes Diskettenlaufwerk verzichten muss, verfügt das Ironclad über einen 5,25" auf 3,5" Adapter. Durch die verbaute Kombiblende kann so ein externer 3,5" Schacht realisiert werden.

Unterhalb der 5,25" Schächte liegt, etwas versteckt, noch ein 3,5" Schacht. Hier befindet sich ein Adapter der es ermöglicht eine SSD im 2,5" Format ins System zu integrieren.

Das Fassungsvermögen des um 90° gedrehten Festplattenkäfigs liegt bei sechs Datenträgern. Auch hier wird wieder ein praktisches Schienensystem eingesetzt um die Platten zuverlässig zu befestigen. Für die nötige Kühlung sorgt ein in der Front montierter 120 mm Lüfter. Auffällig ist auch beim Ironclad, dass lediglich vier von sechs Festplatten im direkten Luftstrom des Ventilators liegen.

Das Netzteil wird am Boden montiert, hier liegt es auf vier oben abgerundeten, Gummistöpseln auf. Besonders kauzig ist hier, dass für besonders lange Netzteile noch zwei zusätzliche dieser Stöpsel beiliegen. Die kann der Benutzer dann nach Lust und Laune hinkleben, wo er gerade Lust hat. Sorry In Win, das ist ganz große Spielerei, entweder es gibt eine robuste Auflagefläche für das Netzteil oder man hält die ATX-Norm ein. Auch einen Staubfilter gibt es im Innenraum, er liegt wie eine Haube über den im Boden befindlichen Lüftöffnungen. Scheinbar soll hier der Stromlieferant noch ein wenig zusätzlichen Halt bekommen. Um den besagten Filter zu entnehmen, ist ein vorheriger Ausbau des Netzteiles leider unumgänglich.

Im Deckel befindet sich ein 120 mm Ventilator, ein weiterer kann auf Wunsch nachgerüstet werden. Es ist allerdings fraglich, ob hier ein 240er Radiator befestigt werden kann, dafür liegen die beiden Lüfter zu weit auseinander.

Einen deutlich besseren Eindruck hinterlässt da die Befestigung für die Erweiterungskarten. Hier hat sich In Win offensichtlich etwas von dem vorzüglichen System aus dem Hause Lian Li inspirieren lassen. Zwar besteht es nicht aus Aluminium aber es wirkt trotzdem ausgesprochen robust. Ob es praktisch hält, was es optisch verspricht, sehen wir uns später noch genauer an. Mit 340 mm steht auch ausreichend Raum für überlange Grafikkarten zur Verfügung. Ansonsten gibt es im Heck noch einen 120 mm Lüfter und gleich vier Schlauchdurchführungen.

Die Verarbeitungsqualität des Innenraumes ist in Ordnung. Vereinzelt gibt es noch scharfkantige Stellen, dafür konnten wir keine Fehler bei der Lackierung feststellen.