Innenraum & Belüftung

Sonntag, 28. März 2010
 / von Nahaz
 

Akuter Platzmangel dürfte bei den gebotenen Platzverhältnissen nicht auftreten. Die zwei unterhalb des Netzteils verlaufenden Streben, lassen eine hohe Verwindungssteifigkeit erwarten.

Fünf Geräte im 5,25“ Format können im Twin Engine II untergebracht werden. Darüber hinaus bietet das Case auch noch einen externen 3,5“ Schacht. Die Befestigung der Hardware erfolgt mittels Kunststoffschienen. Diese können entweder verschraubt werden oder einfach mit vier kleinen Stahlstiften in die Schraublöcher eingehängt werden. Die Laufwerke müssen dann, nach entfernen der Blende, nur noch von vorne ins Gehäuse eingeschoben werden. Die eingesetzte Befestigungsmethode hält unser Testlaufwerk bombenfest im Schacht, ein hin und her wackeln ist nur mit größerem Kraftaufwand möglich.

Als nächstes werfen wir einen Blick auf den Festplattenkäfig, hier können bis zu sechs 3,5“ Laufwerke verstaut werden. Für die Montage kommen Träger aus Kunststoff zum Einsatz, hier wird die Festplatte einfach eingeklemmt. Vier Metallstifte stellen dabei sicher, dass die Platte an Ort und Stelle verbleibt und nicht aus dem Träger rutschen kann. Auffällig ist dass die Anschlüsse der Festplatten im eingebauten Zustand zum Nutzer zeigen. Das ist auf der einen Seite praktisch da zum Wechseln eines Datenträgers das rechte Seitenteil nicht abgenommen werden muss, andererseits wird das Verlegen der Kabel erschwert, besonders in Hinblick auf die Tatsache dass der Mainboardträger über keine Öffnungen verfügt .

Bei näherer Betrachtung ist uns dann noch etwas Eigenartiges aufgefallen. Zwischen Festplattenkäfig und der Vorderseite des Gehäuses, befindet sich eine nach innen gerichtete Ausbuchtung. Diese verfügt an der Seite zum Käfig über einige Löcher. Das Problem an der Sache ist dass, von außen betrachtet, nur eine kreisrunde Fläche mit einem Durchmesser von 120mm gelocht ist und damit den Lufteintritt ermöglicht. Da auch Löcher für einen entsprechend großen Lüfter vorhanden sind, gehen wir davon aus das A+ das Chassis auch für andere Modelle benutzt und nicht extra an die Erfordernisse des großen 250mm Lüfters angepasst hat. Durch den stark eingeschränkten Lufteintritt, muss sowohl die oberste als auch die unterste Festplatte im Käfig faktisch ohne Kühlung auskommen.

Wie schon kurz erwähnt verfügt der Mainboardträger über keinerlei Öffnungen. Es handelt sich um eine durchgehende Platte aus kaltgewalztem Stahl, deren Massivität einen nicht unerheblichen Teil zur guten Verwindungssteifigkeit beiträgt. Das Fehlen von Öffnungen erschwert natürlich das Verlegen der Kabel erheblich. Allerdings müssen wir fairerweise sagen, dass auf der Rückseite auch kein Platz für dicke Strippen ist.

Der Deckel des Twin Engine II ist schlicht eine Fläche aus Stahlblech mit einem Gitter über dem Netzteil. Einbauplätze für Lüfter sind nicht vorgesehen. Ebenso wenig gibt es auf dem Boden zu entdecken.

Entsprechend der ATX-Norm wird das Netzteil unterhalb des Deckels montiert. Ein 120mm Lüfter ist ebenfalls im Heck anzutreffen. Sieben Erweiterungsslots bieten ausreichenden Spielraum für umfangreiche Konfigurationen. Auch die Montage von überlangen Grafikkarten ist kein Problem, ca. 34cm stehen für moderne Grafikbeschleuniger zur Verfügung. Die Befestigung der Erweiterungskarten erfolgt mit klassischen Rändelschrauben. Das ist eine sichere und langlebige Methode und ermöglicht auch den Einbau von störrischen Karten die bei manch anderem Befestigungssystem nicht passen. Auf Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung hat A+ leider verzichtet. Wer eine solche Kühllösung favorisiert, muss wohl oder übel selbst Hand an das Gehäuse legen.

Der Qualitätseindruck ist gut, alles passt und ist robust verarbeitet. Lediglich die abnehmbare Kunststofffront gibt sich zickig. Ist das Abnehmen noch kein Problem, wird es bei der erneuten Montage kniffelig. Drückt man auf der einen Seite die Plastiklaschen ins Chassis, springen sie auf der anderen wieder hinaus. Das ganze wird zu einem echten Geduldsspiel, gut dass die Demontage der Front nur in absoluten Ausnahmefällen nötig ist.