Das dominierende Designelement ist ganz klar der in der Front untergebrachte 250mm Ventilator. Eigentlich gibt es schon etliche Gehäuse auf dem Markt die Lüfter diese Größe einsetzen, allerdings wurden diese immer nur in der linken Seitenwand montiert. Ein 250mm Monster in der Front ist dagegen ein Novum und sollte für einen ausgezeichneten Airflow sorgen. Damit nicht aus Versehen der Goldhamster eingesaugt wird, wurde ein robustes Gitter vor dem Lüfter platziert. Die Fronttür verleiht dem Gehäuse einen cleanen Look, im oberen Teil prangt selbstbewusst ein großes A+ Logo. Gut gefallen hat uns, dass die Tür im geschlossenen Zustand von Magneten fixiert wird, das wirkt deutlich hochwertiger und langlebiger als eine billige Plastiklasche.
Öffnet man die linkseitig angeschlagene Tür, werden Power und Reset-Taster sichtbar. Beide verfügen über einen deutlich definierten Druckpunkt, liegen allerdings etwas zu tief. Für User die über 5,25“ oder 3,5“ Geräte mit ausladenden Bedienelementen verfügen, dürfte vielleicht noch Interessant sein, dass der zur Verfügung stehende Platz bei geschlossener Tür bei lediglich 4mm liegt.
Die Frontpartie ist beidseitig mit Kunststofflaschen am Chassis befestigt und kann natürlich auch abgenommen werden. Wirklich nötig ist das allerdings nur dann wenn der Lüfter getauscht werden soll. Hier wird dann auch ein Manko sichtbar, ein Lüftfilter ist nicht existent. Bereits im Vorfeld dieses Tests hatten wir ein längeres Gespräch mit dem Hersteller und kamen auch auf dieses Thema zu sprechen. Laut unseren Informationen ist man sich dort der Problematik durchaus bewusst. Es wurden verschiedene Filter getestet, allerdings neigen diese bei den großen Lüftern entweder zum vibrieren oder schränkten den Luftdurchsatz stark ein. Wir nehmen diese Information zur Kenntnis, kritisieren müssen wir das Fehlen von Staubfiltern aber dennoch.
Beim Twin Engine II befinden sich die Frontanschlüsse in einem Kunststoffpodest das auf dem Deckel montiert wurde. Hier gibt es dann auch einiges zu entdecken. Direkt ins Auge fallen die drei großen Drehregler der integrierten Lüftersteuerung. Jeder der drei im Gehäuse installierten Lüfter verfügt über einen eigenen Kanal und kann je nach Lust und Laune separat geregelt werden. Das eigentliche Frontpanel bietet Hausmannskost bestehend aus:
Links neben der eSATA-Schnittstelle befindet sich noch ein Schalter hinter dem sich eine Funktion versteckt die es in dieser Form bisher noch nicht gegeben hat. Hier kann der Nutzer aus sage und schreibe 256 verschiedenen Farben wählen in denen die Lüfter leuchten können. Aber damit nicht genug, wer völlig schmerzfrei ist, kann festlegen dass alle Farben im steten Wechsel durchlaufen. Neben dem rechten USB-Port findet sich dann die Erlösung für alle denen das Farbenspiel einfach zu bunt ist. Mit einem Druck auf den dort befindlichen Knopf kann die Beleuchtung komplett deaktiviert werden. In der Mitte, unter den Frontanschlüssen, befindet sich dann noch ein weiterer Button mit dem alle Lüfter auf einen Schlag abgeschaltet werden können.
Neben dem bereits erwähnten Kunststoffpodest, befindet sich im hinteren Bereich des Deckels noch ein Lüftungsgitter.
Da der 250mm Ventilator in der Front breiter ist als das Chassis, greift A+ in die Designtrickkiste und schafft mit halbrunden Blenden einen fließenden Übergang vom Lüfter zum Seitenteil. Das ist optisch gut gelungen und unterstreicht noch den Eindruck eine Flugzeugturbine vor sich zu haben. Linksseitig wurde ein kühn geschwungenes Fenster eingelassen, welches den Blick auf die verbaute Hardware freigibt.
Im Window selbst befindet sich ein weiterer 250mm messender Lüfter. Das Schutzgitter wurde in diesem Fall aus der Plexiglasscheibe heraus gefräst, einen Staubfilter gibt es auch an dieser Stelle nicht.
Sieht man von dem Lüftungsgitter im oberen Bereich ab, gibt es beim rechten Seitenteil nicht viel zu sehen. Erwähnenswert ist vielleicht noch dass beide Seitenwände mit Rändelschrauben fixiert werden.
Die Rückseite zeigt, dass A+ sich an die ATX-Norm hält und dementsprechend das Netzteil unter dem Deckel platziert. Der dritte und gleichzeitig auch letzte Lüfter befindet sich ebenfalls im Heck, es handelt sich dabei um ein 120mm Exemplar. Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung sind bei diesem Gehäuse leider nicht vorgesehen, schade eigentlich.
Das Twin Engine II verfügt über große ausklappbare Standfüße, sie verleihen dem Gehäuse selbst auf weichen Teppichen einen festen Stand. Eine Gummiauflage gibt es allerdings nicht, so ist Vorsicht geboten wenn das Gehäuse über empfindliche Bodenbelage gezogen wird.
Der erste Eindruck der Verarbeitungsqualität ist gut. Die Lackierung ist sauber aufgetragen, die Spaltmaße sind gleichmäßig und auch das Window in der linken Seite ist bündig eingelassen. Lediglich die Rändelschrauben der beiden Seitenteile sind ohne Schraubendreher kaum zu bewegen, hier könnten die Gewinde etwas präziser geschnitten sein.