Thermaltake fertigt das Element V aus Stahlblech und die Anbauteile aus Kunststoff. Die Front folgt dem aktuellen Trend und besteht aus luftdurchlässigem Lochblech. Seitlich des abnehmbaren Frontteils, wurden noch kleine Lüftungsgitter eingearbeitet, die ein wenig an die Lufteinlässe eines Sportwagens erinnern.
Die Abdeckblenden für die 5,25" Schächte wurden alle mit einem überaus feinen Staubfilter versehen. Das ist lobenswert, allerdings befinden sich neben dem Lochblech noch Luftlöcher im Kunststoffrahmen und diese werden vom Filter nicht abgedeckt. Selbiges gilt übrigens auch für die bereits angesprochenen seitlichen Lufteinlässe. Wenn schon Staubfilter, dann auch bitte konsequent.
Mit einem beherzten Griff kann die Front in einem Stück abgenommen werden. Zum Vorschein kommen dann die beiden Festplattenkäfige samt ihren 120mm Lüftern.
Üppig ist die Bestückung des Frontpanels beim Element V ausgefallen. Im einzelnen lassen sie die folgenden Anschlüsse, Taster und Schnittstellen dort finden:
Zusätzlich hat Thermaltake dort noch einen griffigen Drehknopf für die integrierte Lüftersteuerung platziert. Das ganze Frontpanel ist auf einem Anbauteil aus Kunststoff untergebracht welches auf dem Deckel montiert wurde. Drückt man einen der Taster oder auf den Knopf für die Lüftersteuerung, ist ein leichtes Nachgeben der Plastikkonstruktion zu beobachten.
Neben dem Frontpanel befinden sich auf dem Deckel noch zwei große Lüftungsgitter. Hier ist ein 200mm Ventilator untergebracht, ein weiterer kann optional installiert werden.
Die rechte Seitenwand wäre mal wieder komplett unauffällig wenn es da im vorderen Bereich nicht diese beiden ominösen kleinen Löcher geben würde. Hier kann, auf Wunsch, eine Halterung für Trinkflaschen, wie man sie aus dem Radsport kennt, angeschraubt werden.
Am linken Seitenteil gibt es dann schon etwas mehr zu sehen. Sie wird von einem großen 230mm Lüfter dominiert. Darüber wurde dann noch ein kleines Rechteckiges Fenster in die Seitenwand eingelassen. Auch auf der linken Seite besteht die Möglichkeit den bereits erwähnten Trinkflaschenhalter zu montieren. Fixiert werden beide Seitenteile mit Rändelschrauben. Rechts gibt es zusätzlich noch zwei praktische Schiebeverschlüsse wie man sie von einem Reisekoffer kennt, davon ist einer sogar abschließbar.
Auf der Innenseite der linken Seitenwand macht sich erst einmal Ernüchterung breit. Da gibt es diesen Riesenlüfter der ordentlich Luft in den Innenraum schaufelt und der verfügt dann über keinen Staubfilter. Im alltäglichen Betrieb dürfte das Innere des Element V schnell mehr Ähnlichkeit mit dem gut gefüllten Beutel eines Staubsaugers bekommen als mit einem aufgeräumten PC-Gehäuse. Eine elegante Lösung hat sich Thermaltake dagegen mit dem Kabel des 230mm Lüfters einfallen lassen. Bei anderen Gehäusen wird einfach das Kabel in den Innenraum geführt und direkt mit Board oder Netzteil verbunden. Beim Element V verläuft das Lüfterkabel zu einem Kontaktschalter der auf der Unterseite der Seitenwand montiert ist. Das Pendant dazu findet sich am Chassis. Beim Schließen des Seitenteils, wird der Kontakt geschlossen und der Lüfter läuft. Jedenfalls dann wenn die Lüftersteuerung an das Netzteil angeschlossen wurde.
Auch bei diesem Gehäuse wandert das Netzteil auf den Boden. Eigentlich ist der Grundgedanke dieser Idee ja, dass das Netzteil die kühle Umgebungsluft ansaugen soll. Wir können beim Element V von dieser Vorgehensweise allerdings nur abraten denn ein Staubfilter fehlt auch an dieser wichtigen Stelle. Ansonsten lässt sich am Heck noch ein 120mm Lüfter und die Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung finden. Ein nettes Detail gibt es allerdings noch. Ein kleiner Metallbügel, der von innen mit einer Rändelschraube befestigt wird, kann zur Sicherung der kabelgebundenen Eingabegeräte beitragen. Dazu muss der Bügel lediglich gelöst und das USB Kabel durchgeführt werden. Simpel aber durchaus praktisch.
Die am Boden angebrachten Standfüße sind schön groß ausgefallen und sollten für einen sicheren Stand sorgen. Die Gummiauflage ist dabei allerdings etwas dünn geraten. Das Lüftungsgitter, welches später das Netzteil mit Frischluft versorgen soll, haben wir ja bereits angesprochen. Es bleibt uns einfach unverständlich warum hier an einem Filter gespart wurde.
Die Qualität der eingesetzten Materialien ist ebenso in Ordnung wie die Verwindungssteifigkeit. Aufgefallen ist uns, dass das Frontpanel bei Druck etwas nachgibt.