Außenansichten

Dienstag, 29. Dezember 2009
 / von Nahaz
 

Die Vorderseite des FT02 besteht aus einer einzelnen massiven Alu-Platte. Eigentlich handelt es sich dabei um einen Teil eines U-Profils, welches Front, Boden und Rückwand bildet. Die Vorderseite ist, abgesehen vom Logo des Herstellers, absolut clean ausgefallen. Es gibt keine Lufteinlässe oder blinkende Lämpchen.

Die 5,25“ Abdeckungen bestehen ebenfalls aus Aluminium und werden im Chassis festgesteckt und anschließend mit zwei Schrauben gesichert. Dem immer öfter zu beobachtenden Trend, die Blenden aus Lochblech zu fertigen widersteht Silverstone.

Griffgünstig auf dem Deckel wurde das Frontpanel platziert. Die Anschlüsse werden dabei von einer Plastikabdeckung vor eindringendem Staub geschützt. Eine Flash-Animation auf der Silverstone Homepage zeigt, wie die Abdeckung geschmeidig nach hinten gleitet. Die Realität sieht leider etwas anders aus, um die Kunststoffplatte zu bewegen ist eine gewisse Kraftaufwendung unumgänglich. Da keinerlei Mulden vorhanden sind, die den Fingern Halt geben könnten, müssen die Fingernägel bemüht werden. Beim Zurückschieben verkantet die Abdeckung, so dass das Öffnen nicht gerade zu einem Vergnügen wird. Zum Vorschein kommt ein spartanisch ausgestattetes Frontpanel, dass lediglich die nötigsten Anschlüsse aufweisen kann. Im Einzelnen wären das:

  • 2x USB
  • 1x 3,5mm Klinke Mikrofon
  • 1x 3,5mm Klinke Kopfhörer

Ein eSATA-Anschluss ist nicht vorhanden. Es ist schon auffällig dass gerade im Hochpreissegment immer noch oft auf eine solche Schnittstelle verzichtet wird. Links neben den Frontanschlüssen wurden Power und Reset-Button untergebracht. Verfügt der Reset-Knopf noch über einen deutlich definierten Druckpunkt, ist dieser beim Power-Taster ausgesprochen schwammig ausgefallen. Überhaupt lässt sich der Button linksseitig sehr tief eindrücken.

Damit die Kunststoffabdeckung bündig mit der Gehäuseoberseite abschließt, wurden die Anschlüsse etwas abgesenkt. Befürchtungen dass voluminöse UMTS-Sticks nicht passen könnten, sind aber unbegründet.

Auf der Oberseite des Gehäuses wurde ein großflächiges, mit einem Lochblech versehenen, Anbauteil angebracht. Das Teil besteht aus Kunststoff und verfügt über eine Beblankung mit Aluminiumblechen. Im vorderen Bereich befindet sich eine Griffmulde, mit deren Hilfe eine Demontage möglich ist.

Befreit man nun das FT02 vom eben beschriebenen Deckel, wird der neuartige Aufbau erstmals ersichtlich. All das was sich bei einem Gehäuse mit konventionellem Aufbau auf der Rückseite befindet, wurde hier auf die Oberseite verlagert. Damit die Biegeradien der Anschlusskabel nicht allzu knapp ausfallen, wurden die Slots für die Erweiterungskarten, das Netzteil sowie das I/O-Panel des Mainboards abgesenkt. Ein 120mm Lüfter lässt sich hier ebenfalls finden. In der Nähe des Ventilators befinden sich noch drei kleine Schalter. Damit ist möglich die Drehzahl der drei im Boden montierten Lüfter in zwei Stufen zu regulieren.

Die beiden Seitenwände sind mit jeweils zwei Rändelschrauben fixiert. Um die Schrauben zu lösen ist es erforderlich den Deckel abzunehmen. Während auf der linken Seite nichts erwähnenswertes zu sehen ist, hat Silverstone rechts ein großes Sichtfenster integriert.

Die Innenseiten der beiden Seitenwände wurden mit Dämmmaterial versehen um lästigen Vibrationen den Gar aus zu machen. Wirklich nötig wäre diese Maßnahme wohl nicht, da das Material aufgrund seiner Dicke eher nicht zum vibrieren neigen dürfte.

Das Heck wirkt ungewöhnlich nackt und leer. Da ja alle Anschlüsse an der Oberseite ausgeführt werden, befindet sich hinten lediglich noch ein Lüftungsgitter durch das das Netzteil mit Frischluft versorgt wird. Auch ein Luftfilter wurde nicht vergessen. Er lässt sich zum Reinigen leicht abnehmen und ist feinmaschig genug um den Stromlieferanten staubfrei zu halten.

Standfüße im eigentlichen Sinn gibt es beim FT02 nicht. Wie wir bereits erwähnt hatten bestehen Front, Standfläche und Heck aus einem U-förmigen Alu-Profil. Zwei weiche Gummimatten sorgen dafür dass empfindliche Bodenbeläge nicht über Gebühr strapaziert werden, wenn das Gehäuse bewegt wird. Zwischen der Standfläche und dem eigentlichen Boden ist ein Luftspalt. Der ist auch zwingend nötig denn im Boden lauern gleich drei 180mm Propeller darauf den Innenraum mit Frischluft zu versorgen.

Qualitativ stellen wir dem Silverstone FT02, abgesehen von der hakeligen Frontpanelblende, ein gutes Zeugnis aus. Die eingesetzten Materialien wissen sowohl optisch als auch haptisch zu überzeugen. Durch den Umstand das Front, Standfläche und Heck aus einem Stück bestehen, ist die Verwindungssteifigkeit relativ hoch.