Innenraum & Belüftung

Dienstag, 29. Dezember 2009
 / von Nahaz
 

Ein Blick in das Innere offenbart dann endgültig das neuartige Raumkonzept und veranschaulicht dass beim FT02 fast nichts wie bei anderen Gehäusen ist. Aber der Reihe nach…

Das neue Silverstone Case bietet Platz für bis zu fünf Festplatten. Diese werden vertikal in robusten Kunststoffträgern montiert. Befestigt werden die Datenträger mit jeweils vier speziellen Schrauben. Damit die Platten im Betrieb keine Vibrationen an das Gehäuse übertragen, werden diese Schrauben durch weiche Gummipuffer geführt.

Einer der fünf Schächte ist bereits Hot-Swap fähig. Für die verbleibenden vier besteht die Möglichkeit diese Fähigkeit mit dem Adapter CP05 nachzurüsten. Es bleibt unverständlich warum der Käufer bei einem Gehäuse der 200€+ Klasse für solche Adapter noch extra zahlen muss. Der aktuell günstigste Preis für einen CP05 liegt z.Z. bei 5€ zzgl. Versandkosten.

Damit auch eine 2,5“ Festplatte oder SSD im Gehäuse untergebracht werden kann, legt Silverstone eine entsprechende Adapterplatte bei. Mit dieser kann ein 2,5“ Gerät links außen an den 5,25" Schächten montiert werden.

Fünf 5,25” Schächte bieten mehr als genug Platz für allerhand Gerät. Um entsprechende Laufwerke zu befestigen ist kein Werkzeug erforderlich. An der rechten Seite ist für jeden Schacht ein großer Kunststoffschalter angebracht, der nach dem einschieben des Laufwerkes betätigt werden muss. Das System funktionierte mit unserem Test-Laufwerk ausgesprochen gut. Da der beschriebene Mechanismus nur an der rechten Seite vorhanden ist, kann man das Laufwerk links minimal in den Schacht drücken. Perfektionisten, die sich daran stören, können nach dem eindrehen von einer oder zwei Schrauben beruhigt aufatmen. Auf den komfortablen Druckschalter muss beim obersten Schacht, aus Platzgründen, verzichtet werden. Hier darf wieder konventionell geschraubt werden.

Interessant wird es beim Mainboardträger. Wie eingangs schon erwähnt, wurde dieser um 90° gedreht. Im Klartext bedeutet das nichts anderes, als dass die Anschlüsse des Mainboards am Deckel ausgeführt werden. Der Tray selbst verfügt auf Höhe des CPU-Kühlers über eine Öffnung. Damit ist es möglich CPU-Kühler mit Schraubbefestigung bei eingebautem Board zu montieren. Im unteren Bereich gibt es noch einige Durchbrüche. Dies ermöglicht es den ganzen Kabelwust auf der Rückseite des Trägers zu verstecken.

Dort lassen sich dann auch einige Laschen vorfinden, mit deren Hilfe die Kabel am Mainboardträger befestigt werden können. Da Silverstone die Seitenwände des FT02 ab Werk dämmt, ist der Platz allerdings beschränkt.

Wir haben es ja bereits mehrfach angesprochen, alles was bei einem “normalen” Gehäuse im Heck zu finden ist, wurde beim FT02 im Deckel untergebracht. Von der ungewöhnlichen Position einmal abgesehen, gibt es hier eigentlich keine größeren Überraschungen. Bei den Erweiterungskarten geht Silverstone keine Experimente ein und setzt auf herkömmliche Schrauben. Der Hersteller gibt das Gehäuse für Grafikkarten bis 10,5“ (266,7mm) frei. Ein 120mm messender Lüfter saugt die erwärmte Luft aus dem Gehäuse ab und soll so den natürlichen Kamineffekt unterstützen. Auch das Netzteil wird mit dem Deckel verschraubt, ragt also vertikal in den Innenraum. Frischluft bezieht der Stromlieferant aus einem in die Rückwand eingelassenen Gitter. Ein von außen zugänglicher Filter sorgt dafür dass der Staub außen vor bleibt. Ansonsten gibt im Heck nichts zu sehen, Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung sucht mal leider vergeblich und das obwohl sich extra Montageschienen für einen Radiator im Lieferumfang befinden.

Der komplette Boden wird von drei 180mm Ventilatoren bedeckt. Der erste Lüfter führt den Festplatten frische Luft zu während die verbleibenden zwei dem Innenraum Kühlung verschaffen sollen. Unter jedem der drei Lüfter befindet sich ein Staubfilter. Zur Reinigung können diese bequem seitlich herausgezogen werden. Die beiden für den Innenraum zuständigen Lüfter verfügen jeweils über ein Schutzgitter. Sie sorgen dafür dass evtl. herunterfallende Kleinteile oder Kabel die Lüfterblätter nicht beschädigen.

An der Verarbeitung des Innenraumes gibt es nichts auszusetzen. Scharfe Kanten sucht man hier vergeblich. Das eingesetzte Dämmmaterial ist sauber verklebt und vom Geruch her unauffällig.