Im alltäglichen Einsatz gefällt die Roccat Kone-Max durch ihr ergonomisches Design. Die gummierte Oberfläche sorgt dafür, dass einem das Arbeitsgerät auch mit verschwitzten Händen nicht so schnell aus der Hand rutscht. Der Daumen ruht während der Arbeit bequem in einer komfortablen Mulde. Die Gleiteigenschaften sind ausgesprochen gut, auf unserem Alu-Mauspad ließ sich die Kone-Max fast spielerisch leicht dirigieren. Der Nager kann mit den beiliegenden Gewichten den eigenen Wünschen angepasst werden. Rein subjektiv empfanden wir die Kone mit dem 20 g Zusatzgewicht als zu träge, während des Tests haben wir das 5 g Gewicht eingesetzt. So ausgerüstet ist die Roccat Maus ausgesprochen agil und lässt sich mit einem Minimum an Kraft bewegen.
Eingangs hatten wir ja darauf aufmerksam gemacht, dass uns der Hersteller auch eine Taito Mausmatte mit ins Paket gelegt hat. Mit ihren Abmessungen von 400 x 320 mm ist sie großzügig ausgefallen und dürfte auch den Ansprüchen von Low Sense Gamern genügen. Durch die geringe Höhe von lediglich 3,45 mm ist das Pad schön flach, eine ergonomisch günstige Haltung der Hand ist damit gegeben. Die Oberfläche besteht aus einem leicht glänzenden Textilmaterial, die Unterseite verfügt über eine weiche Gummierung und ist somit auch auf glatten Oberflächen problemlos einsetzbar. Sind die Gleiteigenschaften der Roccat Kone-Max schon auf einem Standard-Mauspad sehr gut, steigern sich auf der Taito Matte noch einmal deutlich. Durch die glatte Oberfläche verringert sich effektiv der Reibungswiderstand, damit lässt sich die Maus noch leichter übers Pad scheuchen als das ohnehin schon möglich ist. Das funktioniert natürlich nicht nur mit der Roccat Kone-Max sondern auch mit jedem anderen Nager.
Mit einem eigenen 72 MHz Prozessor und der Tracking Control Unit (TCU) verfügt die Kone-Max über zwei Merkmale die es in dieser Form nicht an jeder Ecke gibt. Der Prozessor soll laut Roccat alle Berechnungen die durch die Maus anfallen selbst erledigen und damit die CPU des Computers entlasten. Es mag sein dass unter Laborbedingungen hier eine Reduzierung der Last messbar ist, im normalen Alltagsbetriebs ist davon allerdings wenig bis überhaupt nichts zu spüren. Auch die TCU haben wir uns mal etwas genauer angesehen. Eigentlich ist die Abtastung der Roccat Kone-Max ohne Fehl und Tadel, ein solcher Zusatzsensor wäre also normalerweise überflüssig. Wir konnten allerdings auf schwierigen Untergründen, in diesem Fall die Hülle einer DVD, nach der Kalibrierung tatsächlich eine leichte Verbesserung feststellen. Wir wollten es dann einfach mal genau wissen und haben den Nager auf einen Spiegel gelegt und die Kalibrierung durchgeführt. Wie nicht anders zu erwarten war keine Bewegung des Cursors möglich, weder vor noch nach der Kalibrierung. Setzt man den Nager danach allerdings auf ein Mauspad, oder einen beliebigen anderen normalen Untergrund, wird man mit einem ruckeligen Cursor oder gar Aussetzern belohnt. Diese Verhalten belegt zumindest, dass da im Hintergrund tatsächlich eine Anpassung vorgenommen wird, wenn in diesem Fall auch eine Nachteilige. Natürlich haben wir die Kone-Max auch auf diversen Untergründen eingesetzt. Wie üblich waren das unser Alu-Mauspad, das Cover einer Zeitschrift, der unifarbene Bezugsstoff eines Sofas und eine glänzend weiße Kunststoffplatte. Wir haben dem Ergebnis bereits vorgegriffen, den Testparcours schaffte die Roccat Kone-Max ohne Probleme und das ganze sogar ohne Kalibrierung.
Das hauptsächliche Einsatzgebiet dieser Maus dürfte bei modernen Spielen liegen. Hier macht die Kone dann auch eine ausgesprochen gute Figur. Sie ist überaus präzise und agil, schnelle Shooter sind mit dieser Maus ein echtes Vergnügen. Selbst schnellste Reaktionen werden unmittelbar in Bewegung umgesetzt, genau so muss das auch sein.