Erste Eindrücke & Lieferumfang

Mittwoch, 16. Dezember 2009
 / von BlackBirdSR
 

Das Origenae präsentiert sich dem Käufer in einem koffergroßen Paket. Einzig die Abbildung des Gehäuses selbst und der Schriftzug „M10 Extreme mini ITX Enclosure“ finden sich abseits des Firmenlogos auf der Frontseite der Verpackung. Schwarz und weiß/silber –durch Kontrast will und kann der Hersteller Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Origenae vermeidet übrigens den Ausdruck „Case“ und sieht das M10 eher als umgebendes Gebilde. Der Zusatz VF310 bezeichnet indes die auffällige Display und Steuereinheit an der Front des Gehäuses. Anstelle von Silber kann auch Schwarz gewählt werden – als Hingucker erscheint uns allerdings ersteres als optimal. Bereits beim Auspacken spürt man die insgesamt 3kg-Gewicht, die das M10 auf die Waage bringt. Großen Anteil daran hat das gebürstete Aluminium, aus dem das Gehäuse zum überwiegenden Teil besteht. Mit 240x252 mm Grundfläche und 106mm Höhe erscheint das M10 kompakt. Es ist nicht breiter als ein Netbook, überragt die üblichen DVD-/Blu-Ray-Player oder AV-Receiver allerdings deutlich.

Technische Daten OrigenAE M10
Tiefe (mm) 250
Breite (mm) 240
Höhe (mm) 106
Gewicht (kg) 3
Mainboard Formfaktor Mini-ITX
Erweiterungsslot 1x (low profile)
Material Aluminium

Zusätzlich zum Hauptobjekt finden sich in der Verpackung insgesamt:

  • 1x externes Netzteil
  • 1x Slim-Line DVD-Brenner mit Halterung
  • 1x RC153 Fernbedienung
  • 1x Anweisungen für Downloadmöglichkeit von Software/Handbuch
  • 12x Schrauben

Wie für ein Gehäuse dieser Größe zu erwarten, muss das Netzteil teilweise ausgelagert werden. Wer ein Notebook sein eigen nennt kennt dies, wohl aber nicht die Dimensionen die hier veranschlagt werden – immerhin will man bis zu 150W bereitstellen. Das ist zwar genug für die meisten CPUs, die man in diesem Anwendungsfeld wirklich benötigt, schränkt aber eventuell den Einsatz einer schnellen zusätzlichen Grafikkarte etwas ein.

Technische Daten OrigenAE M10 Netzteil
Leistung 150 Watt
Stromstärke 12,5 A
Anschlüsse 1x 24-Pin
- 1x 4-Pin ATX12V
- 1x SATA
- 1x 4-Pin Molex

Das Gehäuse selbst ist für Mini-ITX Boards ausgelegt, wofür auch gerade genug Platz zu finden ist. Wer die meist mittelmäßige Grafikleistung der Mini-ITX-Boards aufwerten will, ist auf Low-Profile-PCIE Karten beschränkt. Ein 60mm Lüfter ist im Lieferumfang enthalten und bereits vor montiert. Das Gehäuse bietet Platz für einen weiteren Lüfter, der den angesaugten Strom wieder nach außen befördern soll. Für die meisten Systemkombinationen sollte dies nicht nötig werden, da Origenae dem M10 über die Gehäuseseiten verteilt mehrere Öffnungen zugestanden hat. Addiert man die große Oberfläche der Aluminiumabdeckung hinzu, lassen sich durchaus gute Kühlleistungen erreichen. Für die Geräuschdämmung lässt dies allerdings nichts Gutes erwarten, zudem wird der Luftstrom an einer optionalen Grafikkarte vorbei geleitet, deren Kühler zu allem Übel nur knapp an die angebrachten 2.5“ Festplatte heranreicht

Hier lässt sich bereits erahnen, dass man beim M10 besser Abstand von Intels Atom auf Intels DGLF(2) Board nehmen sollte. Hier treffen mittelmäßig schnelle CPU, lärmender IGP-Lüfter und minderwertige Grafik/Video-Beschleunigung auf ein relativ offenes Gehäuse. Zur Fernbedienung verlieren wir später einige Worte. Die beigelegte Aufforderung, Handbuch und Software doch bitte selbst herunter zu laden ist dagegen ein Ärgernis, hier wird einfach gespart. Solange nur hier die Kosten gedrückt werden sollen, lässt sich das aber noch zähneknirschend verschmerzen. Dem Hersteller zufolge wollte man einfach sicherstellen, dass Treiber und das Handbuch immer auf dem aktuellen Stand sind und dies ließe sich über einen Download der relevanten Dateien am besten verwirklichen.

Wer es geschafft hat die beiden langen Adressen abzutippen, darf insgesamt 70MB an Daten herunterladen, was im Test aufgrund des schlappen Servers immerhin 2 Stunden in Anspruch nahm.
Letzter Ersteindruck, der sich nach dem Download des Handbuchs auch bestätigte: Das große zentrale Display wird erst aktiv, nachdem Treiber und Zusatzsoftware installiert sind. Bis dahin bleibt nach dem Anschalten bis auf die blaue Power-LED alles dunkel.