In fast 99% aller Fälle verläuft der Zusammenbau des Testsystems ohne Probleme, entsprechend gibt es an dieser Stelle nicht viel zu berichten. Beim NZXT M59 sieht die Sache leider etwas anders aus, die Gewinde für die Mainboard-Abstandshalter sind extrem ungenau geschnitten. Ein Eindrehen war nur mit Hilfe einer Zange möglich. Der Hersteller würde gut daran tun entweder direkt für präzise Gewinde zu sorgen, oder als Zubehör einen Satz Gewindebohrer beizulegen. Glücklicherweise wurden die Löcher wenigstens an den richtigen Stellen gebohrt, so dass der Einbau des Mainboards ohne weitere Probleme gelingt.
Dass hochglänzender Kunststoff Staub und Fingerabdrücke magisch anzieht dürfte mittlerweile bekannt sein. Entsprechende Stellen an der M59 Front sind darüber hinaus aber noch sehr anfällig für Kratzer. Schon direkt nach dem Auspacken waren erste Blessuren zu erkennen. Ein weiteres wenig ruhmreiches Kapitel ist die standardmäßig verbaute Stealtblende. Nach der Montage unseres Test DVD-Brenners kam uns das gute Stück in Einzelteilen entgegengefallen… Der Zusammenbau dauerte gute 15 Minuten. Dabei ist uns aufgefallen dass nicht nur der verwendete Kunststoff ausgesprochen dünn ausgefallen ist, auch der Federmechanismus ist alles andere als vertrauenserweckend. Der angesprochene Mechanismus dient dazu dass die Blende wieder automatisch nach oben klappt wenn die Schublade des Laufwerks schließt. Die Montage der Testfestplatte verläuft dagegen ohne Probleme. Das Schienensystem erfüllt seinen Zweck und ermöglicht eine schnelle und komfortable Montage.
Serienmäßig sind im NZXT M59 zwei Lüfter verbaut. Einzelheiten sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
| Position | Anzahl | Größe | Umdrehungen pro Minute | Anschluss | Beleuchtung |
|---|---|---|---|---|---|
| Front | 1 (optional) | 120mm | - | - | - |
| Deckel | 2 (optional) | 140 / 120mm | - | - | - |
| Heck | 1 | 120mm (80/ 92mm optional) | 1400 U/Min | 3pin/4pin-Molex | Blau |
| Seite | 1 | 120mm | 1400 U/Min | 3pin/4pin-Molex | Blau |
Um die Temperaturen zu messen, setzt Casecenter ein aus folgenden Komponenten bestehendes Testsystem ein:
Volllast wird mittels eines einstündigen Dauerloops des 3DMark06 bei einer Raumtemperatur von 21°C simuliert. Alle im Auslieferungszustand vorhandenen Lüfter wurden für den Test angeschlossen. Gemessen haben wir dabei die folgenden Werte:

Die gemessenen Temperaturen gehen noch in Ordnung. Lediglich bei der Festplatte dürften die Reserven im Sommer schwinden. Abhilfe schafft ein optional installierbarer 120mm Lüfter der vor dem Fetplattenkäfig montiert werden kann. Ungewöhnlich hoch fällt die Temperatur der Grafikkarte unter Last aus. Wir hätten hier deutlich niedrigere Werte erwartet, da der im Seitenteil integrierte Ventilator kühle Außenluft ins Innere bläst.