
Wer mit dem Kauf eines NZXT M59 liebäugelt sollte Blau mögen. Angefangen über den Power-Button, über die Lichtleiste am oberen Ende der Front, bis hin zu den beiden Lüftern erstrahlt alles in dieser Farbe. Nimmt man jetzt noch die auffällig gestaltete Front dazu, wird schnell klar dass NZXT mit dem M59 vor allem eine sehr junge Käuferschicht ansprechen möchte. Aber auch die angepeilte Zielgruppe dürfte nicht so ohne weiteres über die Verarbeitungsschwächen hinwegsehen. Diese beziehen sich hauptsächlich auf die Gewinde, welche die Abstandshalter für das Mainboard aufnehmen sollen. Etwas Vergleichbares haben wir hier in der Redaktion noch nicht gesehen. Hier muss ernsthaft die Frage gestellt werden ob bei NZXT die Qualitätskontrolle den teuren Modellen vorbehalten bleibt. Dieser Fauxpas ist doppelt ärgerlich, denn die restliche Verarbeitungsqualität ist durchaus gut. Scharfe Kanten gibt es auch an schwer zugänglichen Stellen nicht. Das verarbeitete Material ist ausgesprochen dünn. Das hat auf der einen Seite den Vorteil dass das M59 mit 6,5kg sehr leicht ist, auf der anderen Seite ist es auch nicht besonders verwindungssteif. Die eingesetzten Lüfter können für ein Gehäuse der 60€ Klasse überzeugen. Mit gemessen 33,7dbA ist es auch nicht lauter als viele seiner mehr als doppelt so teuren Konkurrenten. NZXT wäre gut beraten in Zukunft wieder die Verarbeitungsqualität in den Mittelpunkt zu stellen, ein ausgefallenes Design und viele blaue LEDs machen alleine noch lange kein gutes Gehäuse.
Plus:
Minus:
Unser Dank für die Bereitstellung des Testsamples geht an unseren Sponsor und Partner Caseking.

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