Außenansichten

Freitag, 9. Oktober 2009
 / von Nahaz
 

Das Chassis des NZXT M59 besteht aus Stahlblech, während die abnehmbare Front aus Kunststoff gefertigt wird. Gerade die ungewöhnlich gestaltete Front ist es, die das Gehäuse aus der Masse abhebt. Sie besteht zum Großteil aus Lochblech und wird von einem massigen Kunststoffwulst umrahmt. Das Meshgitter weist zur Mitte hin eine wellenförmige Ausbuchtung auf, um im letzten Drittel wieder gerade auszulaufen. Dabei verleiht die angesprochene Wellenform der gesamten Vorderseite einen ausgesprochen dynamischen Auftritt.

Der oberste 5,25“ Schacht verfügt über eine Stealth-Blende für ein optisches Laufwerk. Auf diese Weise fügt sich auch ein beiger oder silberfarbener DVD-Brenner harmonisch ins Gesamtbild ein. Über besagter Blende befindet sich ein schmales Leuchtband, welches im Betrieb (wie könnte es auch anders sein?) in blauem Glanz erstrahlt.

Bei früheren von uns getesteten NZXT Gehäusen, hatten wir oft die fehlenden Staubfilter bemängelt. Hier gibt das M59 keinen Anlass zur Kritik, jede einzelne der 5,25“ Blenden hat einen eigenen, sehr engmaschigen, Filter. Selbstverständlich wird auch der untere Bereich der Front nicht vergessen. An dieser Stelle befindet sich ein Einbauplatz für einen 120mm Lüfter. Soweit so gut, leider kann man den unteren Staubfilter zum Reinigen nicht entnehmen. Ein einfaches Auswaschen der Filtermatte ist daher nicht möglich.

Das Frontpanel enthält mit zwei USB-Ports, einer eSATA-Schnittstelle sowie den beiden Anschlüssen für Kopfhörer und Mikrofon alles was man so Alltag benötigt. Das Panel sitzt insgesamt zu tief, eine Platzierung auf dem Deckel wäre aus ergonomischer Sicht sinnvoller gewesen. Power- und Reset-Taster sind von der Größer deutlich unterscheidbar, eine Verwechslung der beiden Buttons ist im Eifer des Gefechtes ausgeschlossen. Beide Taster vermitteln durch einen deutlich spürbaren Druckpunkt eine gute Rückmeldung.

In die linke Seitenwand ist ein ansprechend gestaltetes Plexiglasfenster integriert. Das wird dabei das Fenster etwas nach außen gestellt. So nimmt der auf Höhe der Erweiterungskarten positionierte 120mm Lüfter im Innenraum nicht so viel Platz weg. Damit die Finger nicht ungewollt Kontakt zum verbauten Ventilator aufnehmen, bekommt dieser eine Abdeckung aus feinem Meshgitter spendiert. Auf einen Staubfilter hat man hier allerdings unerklärlicherweise verzichtet. Das rechte Seitenteil weist keine Besonderheiten auf. Beide Seitenwände können ohne Zuhilfenahme von Werkzeug entfernt werden. Die Befestigung erfolgt mit jeweils zwei Rändelschrauben.

Das Deckelblech wird von zwei größen Lüftungsgittern dominiert. Hier können optional zwei Lüfter der Größe 140mm oder 120mm installiert werden.

Betrachtet man die Rückseite des M59, fällt zuerst auf dass auch bei diesem Modell das Netzteil auf dem Boden montiert wird. Im oberen Bereich befindet sich ein weiterer 120mm Lüfter und die mittlerweile zum Standard gehörenden Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung.

Am Boden finden wir einen entfernbaren Staubfilter vor, der das Netzteil vor dem gröbsten Schmutz bewahren soll. Die Standfüße sind ungewöhnlich hoch und hart ausgefallen. Man könnte sie schon fast als die Stöckelschuhe unter den Standfüßen bezeichnen. Eine großartige Entkopplung findet durch die dünne Gummiauflage nicht statt. Die Standfestigkeit lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Auf glatten Böden wie Parkett oder Laminat steht das Gehäuse sicher und stabil, auf einem Teppich mit etwas höherem Flor ist ein sicherer Stand nicht mehr gewährleistet. Da die stilettoartigen Standfüße sehr schnell einsinken, reicht unter Umständen bereits ein leichtes Anecken um das Case umzuwerfen.

Von außen ist die Verarbeitungsqualität für diesen Preis in Ordnung. Die mattschwarze Lackierung wurde überall sauber aufgetragen. Auch die Spaltmaße gehen in Ordnung. Das verwendete Material ist insgesamt etwas zu dünn ausgefallen. Dem Kunststoffmaterial der Front merkt man ebenfalls den günstigeren Preis an.