Damit das Handling auch nach vielen Stunden schweißtreibender Arbeit noch gut ist, hat MS-Tech die Oberschale mit einer Gummierung versehen. Wie bereits erwähnt lockern in Hochglanzoptik gehaltene Flächen das Design etwas auf. Auch bei der X35 geht die Oberschale ansatzlos in die beiden Maustasten über, das darf mittlerweile getrost als Standard bezeichnet werden. Auf größere Beleuchtungsspielereien hat der Hersteller verzichtet, lediglich der dpi-Switch hinter dem Mausrad ist sanft illuminiert.
An der linken Seite befinden sich zwei Tasten, die bequem mit dem Daumen bedient werden können. Sie sind ausreichend groß ausgefallen und sitzen fest und ohne Spiel im Gehäuse. Der Druckpunkt ist in beiden Fällen klar definiert und der Tastenhub knackig kurz. Der Daumen ruht während der Arbeit in einer ausgeprägten Mulde. Für einen ausgesprochen angenehmen und komfortablen Griff sorgt hier eine, mit feinen Rillen versehene, Einlage aus weichem Gummi. Rechts gibt es wie üblich keine weiteren Tasten, dafür finden wir auch hier die bereits beschriebene Gummieinlage.
Betrachtet man die X35 von der Vorderseite, fällt direkt das Mausrad ins Auge. Durch seine üppige Breite ist es sehr gut bedienbar, darüber hinaus sorgt eine dicke Ummantelung aus weichem Gummi für einen rutschsicheren Griff. Das Rad ist etwas schwergängig, das sollte sich mit der Zeit aber wohl noch geben. Ohne Kritik ist dagegen die Rasterung, sie ist sehr zurückhaltend aber noch gut spürbar ausgefallen. Nimmt man das Scrollrad zwischen zwei Finger, stellt man fest dass es hier ein wenig zu viel Spiel gibt. Durch die Tatsache dass das Rad relativ breit ist, fällt dieser Umstand während der Arbeit allerdings nicht weiter auf. Natürlich taugt das Mausrad auch als fünfte Taste, der Tastenhub wurde dabei sehr kurz gewählt. Der Kraftaufwand, der zum drücken des Rades nötig ist, dürfte allerdings etwas geringer sein. Oberhalb des Scrollrades befindet sich dann die sechste und gleichzeitig letzte Taste der X35. Mit diesem Knopf kann die Auflösung des Sensors während des Betriebes geändert werden. Bei den Angaben der möglichen dpi-Werte haben wir widersprüchliche Angaben erhalten. Auf der Verpackung werden Werten zwischen 600 – 2400 dpi angegeben, während auf einem Informationsblatt des Herstellers von 800 -1600 - 2400 dpi die Rede ist. Wir sind uns allerdings sicher dass es bei dem uns vorliegenden Exemplar vier Auswahlstufen gibt. Die folgenden Werte scheinen uns realistisch zu sein:
Es kann natürlich gut sein, dass es sich bei unserem Testmuster um ein Vorserienmodell handelt und bei den später im Handel erhältlichen Modellen die 600 dpi unter den Tisch fallen. Insgesamt erscheint uns die Unterteilung etwas grob zu sein, schöner wäre es wenn es zwischen 800 -1600 dpi und 1600 – 2400 dpi jeweils noch eine Zwischenstufe geben würde. Doch genug vom dpi-Switching, wenden wir uns den beiden Haupttasten zu. Diese verfügen als kleine Besonderheit jeweils über eine flache Mulde. Das wäre eigentlich nicht nötig gewesen, da durch die aufgebrachte Gummierung ein Abrutschen kaum möglich ist. Fakt ist aber dass es sich ausgesprochen gut an den Fingern anfühlt. Beide Hauptasten verfügen, wie bereits die restlichen Tasten, über einen knackig kurzen Hub und haben lediglich minimales Spiel. Sie sind sehr leichtgängig und geben eine angemessene akustische Rückmeldung.
Auf der Unterseite gibt es nur wenig zu sehen, etwa in der Mitte ist das Laserauge untergebracht. Nähere Informationen zu dem eingebauten Sensor liegen uns leider nicht vor. Die MS-Tech X35 verfügt über zwei große Gleitflächen die jeweils an Bug und Heck angebracht sind. Hier sollte der Hersteller vielleicht noch darüber nachdenken, unter der ausladenden Daumenablage eine weitere kleine Gleitfläche zu platzieren. So wie es aktuell ist, hängt dieser Teil der Maus immer etwas in der Luft, ist die Haltung der Hand sehr ungünstig, kann die Maus etwas kippelig wirken.
Die Verarbeitung ist insgesamt als gut zu bewerten, lediglich das Mausrad könnte etwas weniger Spiel haben. Das eingesetzte Material fühlt sich natürlich nicht so hochwertig an wie beispielsweise bei Razer oder Roccat, aber es ist doch weit davon entfernt billig zu wirken. Die Stabilität ist ebenfalls gut, erst bei übertrieben starkem Druck auf das Gehäuse gibt die X35 leise Knarzgeräusche von sich.