Bei der täglichen Arbeit verhält sich die X8 etwas schwerfällig, dieser Umstand ist in erster Linie dem hohen Gewicht von 143 g (inkl. Akku) und den Gleitflächen zuzuschreiben. Diese haben im Vergleich zu anderen Mäusen dieser Preisklasse einen eher hohen Reibungswiderstand. Dazu ist uns im Alltagsbetrieb noch aufgefallen, dass die hinten links angebrachte Gleitfläche, minimal tiefer sitzt als die restlichen drei. Dieser Umstand spiegelt sich in einem leicht kippelig wirkenden Gleitverhalten wieder. Um diesen Makel zu beheben, haben wir einfach ein kleines Stückchen Papier zwischen Gehäuse und Gleitfläche gesteckt. Ob dieses Phänomen bei unserem Testmuster ein Einzelfall ist oder ob dieses Problem bei allen X8 auftritt, ist uns nicht bekannt.
Das kantige Design der Oberschale liegt sehr gut in der Hand und erlaub auch über viele Stunden ein ermüdungsfreies Arbeiten. Besonders gut haben uns die vertikal angeordneten Seitentasten gefallen, viel bequemer kann man die Daumentasten einfach nicht bedienen. Dass der Knopf für die Makroaufzeichnung sehr weit vorne liegt, betrachten wir nicht als Mangel. Er wird in der Praxis wohl nicht ständig benötigt und kann bei seiner aktuellen Position auch nicht versehentlich betätigt werden. Ebenfalls auffällig war das Mausrad. Wir hatten ja schon erwähnt, dass es relativ schwergängig ist, in Verbindung mit der glatten Oberfläche rutscht man schon mal gerne mit dem Finger ab. Zwar ist das Metallrad leicht geriffelt, bietet aber trotzdem nicht genügend halt. Während unseres Tests haben wir allerdings auch feststellen können, dass sich das Rad mit der Zeit leichter drehen lässt.
Sehr viel Freude hatten wir an der Möglichkeit die Maus auch während des Ladevorganges weiter benutzen zu können. Wer kennt das Problem nicht, man hat eine teure Maus und vergisst sie abends in die Ladeschale zu legen. Am nächsten Tag möchte man damit arbeiten und der Akku ist leer. In diesem Fall konnte man sich bisher oft nur mit einer Ersatzmaus behelfen oder einfach warten, bis die Batterie wieder aufgeladen ist. Diese Zeiten sind mit der X8 endgültig Geschichte. Durch den magnetischen Kontaktstecker ist es auch nicht mehr nötig, irgendwelche Ministecker mühsam ins Gehäuse zu fummeln. Von Batteriebetrieb zum Kabelbetrieb vergeht weniger als ein Lidschlag, besser geht es nicht. Während des Akkubetriebs wird übrigens nicht unnötig Energie durch die Beleuchtung verschwendet. So leuchtet das Display nur dann, wenn der Strom zur Neige geht oder der Makroknopf gedrückt wird und die dpi-Knöpfe erstrahlen nur kurze Zeit nach ihrer Betätigung in einem roten Licht. Im Normalfall leuchtet bei der X8 im Akkubetrieb also nichts. Die maximale Batterielaufzeit gibt Microsoft mit ca. 30 Stunden an. Bis der Akku wieder vollgeladen ist, vergehen laut Hersteller bis zu drei Stunden.
Der BlueTrack getaufte Sensor der X8 ist eine Eigenentwicklung von Microsoft. Er soll auf allen möglichen Untergründen eine präzise Abtastung gewährleisten. Für nähere Informationen zur BlueTrack-Technologie verweisen wir auf ein pdf-Dokument des Herstellers. Es reizt uns natürlich, wenn vollmundig versprochen wird, dass der Nager auf fast allen Untergründen funktionsfähig ist. Aus diesem Grund haben wir unseren Testparcours etwas erweitert:
Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, sieht man einmal vom Spiegel ab, bietet der BlueTrack Sensor eine gute Leistung auf allen getestet Untergründen. Allerdings muss man fairerweise dazu sagen, dass die Sensoren einiger Konkurrenzprodukte auch ohne BlueTrack nicht schlechter abtasten.