Optik & Verarbeitung

Samstag, 17. Juli 2010
 / von Nahaz
 

Die Oberseite der X8 besteht aus einem bläulich-grauen Kunststoff. Das Material ist leicht angeraut und gibt der Hand genügend Grip. Der Rest des sichtbaren Teils des Gehäuses ist in der Farbe anthrazit ausgeführt und lässt, im Zusammenspiel mit den silbernen Bedienelementen, einen farblichen Kontrast entstehen. Auffällig ist dabei, dass der Hersteller komplett auf eine Gummierung der Oberflächen verzichtet hat.

Unsere Besichtigungstour beginnt wie immer an der linken Seite. Hier finden wir die in dieser Klasse obligatorischen beiden Daumentasten. Während diese Knöpfe bei den meisten Konkurrenzprodukten horizontal platziert sind, beschreitet Microsoft bei der X8 einen anderen Weg. Hier sind die Tasten untereinander angeordnet und können mit einer minimalen Bewegung des Daumens bedient werden. Durch den Umstand, dass beide Buttons nicht einfach gerade ins Gehäuse eingelassen werden, sondern eine v-förmige Mulde bilden, wird die Bedienung noch komfortabler. Noch vor den beiden Seitentasten befindet sich ein weiterer Knopf, mit dem es möglich ist, Macros direkt während eines Spiels aufzuzeichnen. Weiterhin lässt sich links ein kleines Display finden. Hier wird die aktuelle Auflösung des Sensors, der Zustand des Akkus oder der Status der Makro-Taste angezeigt. Die gegenüberliegende Seite ist wie, fast immer, frei von Bedienelementen.

Schaut man sich die Maus von vorne an, fällt direkt das silberne Mausrad auf. Es sieht in diesem Fall auch nicht nur nach Metall aus, sondern besteht tatsächlich aus diesem Material. Bei dem Rad handelt es sich um ein 4-Wege-Modell, das nach beiden Seiten etwas Spiel aufweist. Insgesamt ist das Scrollrad etwas schwergängig ausgefallen, was sich im Laufe der Zeit wohl noch legen wird. Die Rasterung ist dabei eher grob geraten. Natürlich kann das Rad auch als Taste benutzt werden, da sich das Scrollrad nur relativ schwer drücken lässt, wackelt man aufgrund des erwähnten Spiels etwas mit dem Finger hin und her. Direkt hinter dem Mausrad befinden sich in sequenzieller Anordnung drei weitere Tasten. Sie dienen dazu, die Auflösung im laufenden Betrieb in drei Stufen den eigenen Wünschen und Anforderungen anzupassen. Standardmäßig sind hier 500, 1000 und 4000 dpi eingestellt, eine individuelle Konfiguration ist mithilfe der Software möglich. Auf dem Rücken der X8 existiert noch einen weiterer Knopf, der ein Aufrufen des Spiele-Explorers unter Windows Vista und 7 ermöglicht. Leider kann diese Taste nicht mit einer anderen Funktion belegt werden und dürfte daher von den meisten Usern ungenutzt bleiben. Bleiben abschließend noch die beiden Haupttasten. Sie sind auch bei der X8 Ausläufer der eigentlichen Oberschale und sind sowohl für kleine als auch für größere Hände geeignet. Ein Klicken gibt eine deutlich vernehmbare akustische Rückmeldung. Auffällig ist dabei, dass sich das Klickgeräusch beider Tasten leicht voneinander unterscheidet.

Ist die Oberseite der Microsoft X8 noch in dezenten Grautönen gehalten, wirkt die Unterseite in silber alles andere als konservativ. Die X8 ruht auf vier Mausfüßen, diese sind einfach eingesteckt und lassen sich bei Bedarf ohne Werkzeug und Kleber in sekundenschnelle wechseln. Im Lieferumfang befinden sich als Reserve noch zwei komplette Sätze. Unter einer schwarzen Abdeckung ist der Akku untergebracht, links daneben ist die Öffnung für den Sensor zu sehen. Es handelt sich um den von Microsoft entwickelten BlueTrack Sensor, der auf einer Vielzahl von Untergründen fehlerfrei funktionieren soll. Im vorderen Bereich befindet sich in einer Ausbuchtung der mit drei Kontakten versehene Anschluss für das Ladekabel. Die Verbindung erfolgt magnetisch, das geht kinderleicht und erspart das lästige Fummeln, dass ein richtiger Stecker mit sich bringt. Abschließend gibt es dann noch einen kleinen Schalter, mit dem der Nager bei Nichtgebrauch einfach deaktiviert werden kann.

Sieht man einmal von dem etwas wackeligen Mausrad ab, wird die Verarbeitung den Erwartungen gerecht. Die Spaltmaße stimmen und das Gehäuse gibt auch bei starkem Druck keine Geräusche von sich. Eine zumindest partielle Gummierung der Oberfläche könnte den hochwertigen Eindruck allerdings noch deutlich erhöhen.