Innenraum & Belüftung

Montag, 28. September 2009
 / von Nahaz
 

Das Innere wirkt klar strukturiert und aufgeräumt. Das Gehäuse verfügt über insgesamt neun 5,25“ Schächte. Davon sind bereits drei vom herausnehmbaren Festplattenkäfig belegt. Dieser wird mit vier Rändelschrauben an Ort und Stelle gehalten und kann bis zu drei Festplatten aufnehmen. Gekühlt werden die Datenspeicher dabei von einem in die Konstruktion integrierten 120mm Lüfter.

Die Montage einer 3,5“ Festplatte ist kinderleicht und kann, laut Anleitung, ohne Werkzeug bewerkstelligt werden. Nach dem Einlegen des Datenspeichers ist lediglich ein mit einer Gummimatte versehener Kunststoffbügel zu schließen.

In der Praxis hat sich jedoch gezeigt dass das System mit der Seagate Festplatte aus unserem Testsystem nicht funktioniert. Diese Festplatte hat eine etwas niedrigere Bauhöhe und kann durch den Bügel nicht fixiert werden. Um die entstandene Lücke zwischen Bügel und Platte auszufüllen, befinden sich im Lieferumfang drei kleine Gummimatten. Aber selbst mit deren Verwendung konnte keine sichere Montage gewährleistet werden. In einem solchen Fall muss die Festplatte auf jeder Seite mit einer Schraube befestigt werden. Mit einer Samsung F1 Platte funktionierte das System dagegen anstandslos.

Die Montage von 2,5“ Laufwerken ist beim PC-P50 ebenfalls möglich. Dazu muss die Festplatte einfach mit dem Träger von unten verschraubt werden.

Nachdem die Festplatte auf einem der Schlitten befestigt wurde, muss sie lediglich noch in den Käfig eingeschoben werden. Die mit Gummipuffern versehenen Haltebolzen werden einfach in die entsprechenden Führungsschienen geklemmt. Das Ganze hält erstaunlich gut, trotzdem wäre es uns wohler wenn die einzelnen Schlitten noch mit einer Schraube gesichert werden könnten. Theoretisch dürfen bis zu 3 Festplattenkäfige montiert werden. Praktisch sind es aber dann wohl doch nie mehr als zwei, da sonst kein Platz mehr für ein optisches Laufwerk wäre. Zusätzliche Käfige sind für rund 20€ als Zubehör erhältlich.

Die oberen drei 5,25“ Schächte sind für die optischen Laufwerke vorgesehen und verfügen über einen schraubenlosen Befestigungsmechanismus. Dabei wird das Laufwerk durch das umlegen eines Kunststoffhebels fixiert. Das System ist uns bereits vom Lancool K62 bekannt, es erfüllt zwar seinen Zweck, wirkt aber trotz der Aluminiumverkleidung immer noch nicht stabiler.

Die Innenseite des Deckels wird von zwei 140mm Lüftern beherrscht. Sie nehmen fast den kompletten Raum ein und stellen eine adäquate Entlüftung in Aussicht.

Im Heck treffen wir wieder auf den 120mm Lüfter. Sehr schön ist, dass Lian Li dem Ventilator auch auf der Innenseite ein Schutzgitter spendiert hat. So können Stecker und Kabel nicht durch den Lüfter beschädigt werden und auch die Finger werden wirkungsvoll vor einschneidenden Erlebnissen geschützt.

Über das schraubenlose Befestigungssystem für die Expansionskarten haben wir bereits ausführlich in unserem früheren Test des Lancool K62 berichtet. Aus diesem Grund gehen wir an dieser Stelle nicht mehr näher auf dieses System ein. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es sich bei diesem schraubenlosen Befestigungsmechanismus mit Sicherheit um einen der besten zurzeit auf dem Markt erhältlichen handelt. Er ist ausgesprochen robust und hält die Karten sicher an ihrem Platz. Das PC-P50 kann Grafikkarten bis zu einer Länge von 29 cm aufnehmen, damit können alle gängigen Grafikkarten problemlos integriert werden.

Das Netzteil darf auf einem kleinen Podest ruhen. Um zu verhindern, dass Vibrationen an das Gehäuse übertragen werden, wurden weiche Gummistreifen auf der Auflagefläche angebracht. Im Boden selbst befinden sich Lüftungsschlitze welche die Frischluftzufuhr für den Stromlieferanten sicherstellen. Wie bereits erwähnt, wurde außen ein abnehmbarer Luftfilter angebracht. Das Netzteil kann natürlich auch so montiert werden, dass es die Luft aus dem Gehäuseinneren ansaugt. Das hat den Vorteil dass man nicht wöchentlich den Rechner auf den Kopf stellen muss um den Luftfilter zu reinigen. Bei dieser Art der Installation ist allerdings zu beachten, dass der mitgelieferte Montagebügel zwar benutzt werden kann, aber auch quer über den Lüfter verläuft. Die bessere Option dürfte in diesem Fall das Einfache verschrauben mit der Rückwand sein. Noch ein Wort zu besagtem Montagebügel. Dieser ist sehr robust ausgeführt und erfüllt seine Aufgabe mit Bravour. Für den Transport wird allerdings empfohlen das Netzteil zu verschrauben.

Wer kennt das Problem nicht, man hat ein Netzteil ohne Kabelmanagement und sucht verzweifelt nach Möglichkeiten die nicht benötigten Strippen halbwegs elegant unterzubringen. Beim PC-50P wurde auf dem Boden eine Leiste mit Kabelklammern platziert. Diese Konstruktion kann die Flut der nicht genutzten Kabel in geordnete Bahnen lenken und so zur Ordnung im System beitragen.

Der Mainboardtray ist fest mit dem Chassis verbunden. Immer öfter sehen wir hier eine Öffnung, welche die Montage eines Kühler mit Schraubbefestigung bei eingebautem Board erlaubt. Ansonsten lassen sich noch einige Durchbrüche auf dem Blech finden die als Kabeldurchführung verwendet werden können.