Der Innenraum ist großzügig dimensioniert und aufgeräumt. Das Gehäuse bietet Raum für bis zu drei 5,25“ Laufwerke. Durch den bereits erwähnten Einschub kann in einem Schacht auch ein 3,5“ Diskettenlaufwerk oder ein Kartenleser untergebracht werden.
Den Befestigungsmechanismus für die optischen Laufwerke haben wir bereits beim P50 und beim Lancool K62 gesehen und kritisiert. Die fragil wirkenden Plastikhebel wirken nicht besonders robust. Der Halt den sie den Laufwerken bieten, ist bestenfalls ausreichend. Glücklicherweise besteht die Möglichkeit zur Montage auch einfache Schrauben zu verwenden. Für die Zukunft würden wir uns wünschen, dass Lian Li auf diese Kunststoffspielerei verzichtet und wieder auf normale Rändelschrauben setzt.
Der um 90° gedrehte Festplattenkäfig fasst bis zu sechs Platten. Nach dem lösen von drei Rändelschrauben ist es möglich den kompletten Käfig zu entnehmen. Das ist auch zwingend notwendig wenn man Hand an die beiden in der Front montierten Lüftern legen möchte.
Um die Festplatten im Käfig zu befestigen, kommt eine Art abgeflachte Rändelschraube zum Einsatz. Auf den Schaft der Schraube wird vor der Montage noch ein dicker Gummiring, der über eine mittige Rille verfügt, aufgesteckt. Danach wird sie einfach handfest mit der Festplatte verschraubt. Nachdem diese Arbeitsschritte pro Datenträger jeweils viermal ausgeführt wurden, kann die Platte in den Festplattenkäfig geschoben werden. Da die Platte ausschließlich auf den dicken Gummiringen aufliegt, kann man eine gute Entkopplung erwarten. Zu guter Letzt werden die Festplatten noch durch eine seitlich angebrachte Verrieglungsschiene gesichert.
Der Rest des Innenraumes ist faktisch mit dem P50 identisch. So sind dann auch erwartungsgemäß im Deckel die zwei 140mm Lüfter anzutreffen.
Im Heck finden wir dann auch wieder das exquisite Befestigungssystem für die Erweiterungskarten vor. Dieser Mechanismus dürfte zu den besten Möglichkeiten zählen um seine teuren Expansionskarten schraubenlos zu befestigen. Mit 29cm steht ausreichend Platz für aktuelle Grafikkartenboliden zur Verfügung.
Die Halterung des Mainboards verfügt auf Höhe der CPU über eine Aussparung. Damit wird die Montage des Kühlers auch bei eingebautem Board ermöglicht. Die Abstandshalter sind bereits ab Werk auf dem Tray platziert und können nicht entfernt werden.
Ansonsten lässt sich im Heck noch ein weiterer 120mm Lüfter vorfinden. Um die Finger vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, spendiert Lian Li dem Ventilator auch auf der Innenseite ein Schutzgitter. Auch die Schlauchdurchführungen, welche die Integration einer Wasserkühlung erleichtern, möchten wir an dieser Stelle nicht unterschlagen.
Alles wie gehabt auch in Sachen Netzteilmontage. Auch beim B25FB liegt der Stromlieferant auf einem mit einer Gummiauflage versehenen Podest auf. Eigentlich ist es von Lian Li vorgesehen, dass das Netzteil kühle Umgebungsluft durch die Öffnungen im Bodenblech ansaugt. Zwar wurde an einen Staufilter gedacht, aber wer möchte schon alle 14 Tage sein Gehäuse auf die Seite legen um ihn zu reinigen? Die bessere Alternative dürfte es sein, das Netzteil so einzubauen dass es die Luft aus dem Inneren des Gehäuses bezieht. Bei Netzteilen mit 120mm+ Lüfter sollte allerdings auf den beiliegenden Montagebügel verzichtet werden. Dieser verläuft dann leider genau über dem Lüfter und behindert so die Luftzufuhr, eine Verschraubung des Netzteils ist in diesem Fall die bessere Variante. Die Funktionsfähigkeit des Bügels ist indes unbestritten, er gibt soliden Halt und kann ohne Werkzeug angebracht werden. Lian Li empfiehlt jedoch für den Transport das Netzteil zu Sicherheit zusätzlich mit Schrauben zu sichern.
Mit dem Kabelmanagementsystem finden wir einen weiteren Bekannten auf dem Boden des B25FB wieder. Die dahinterstehende Idee ist so simpel wie effektiv. Das System besteht aus einer Kunststoffleiste mit Kabelklammern und kann so durchaus seinen Teil zur Ordnung im Gehäuse beitragen.
Auch das Innere des Lian Li B25FB kann in Sachen Verarbeitungsqualität vollkommen überzeugen. Scharfe Kanten gibt es hier an keiner noch so entlegenen Stelle.