Während wir das Testsystem zusammengebaut haben, sind uns einige Dinge aufgefallen. Zum einen setzt Lian Li spezielle Rändelschrauben ein um das Mainboard zu befestigen. Der Hintergedanke ist dabei dass kein Werkzeug benutz werden muss. An manchen Stellen funktioniert das auch sehr gut, an den meisten ist allerdings immer irgendein Bauteil im Weg. Zwar liegen für unzugängliche Stellen längere Schrauben bei, das ändert aber leider nichts daran dass man letztlich doch auf einen Schraubendreher zurückgreifen muss.
Eine weitere Auffälligkeit ist beim Anschluss der USB 3.0 Schnittstellen des Frontpanels zu verzeichnen. Bis jetzt gibt es noch kein uns bekanntes Board, das über interne USB 3.0 Anschlüsse verfügt, aus diesem Grund hat Lian Li die Anschlüsse für das Frontpanels mit einem USB Stecker Typ-A versehen. Diese können dann entweder mit einem Adapter an einen internen USB 2.0 Anschluss angeschlossen oder, mit dem beiliegenden Soltblech, nach außen geführt und mit den externen Ports verbunden werden. Leider gibt es nur einen Adapter auf USB 2.0, das bedeutet dass lediglich zwei von vier Ports des Frontpanels intern angeschlossen werden können. Es ist also zwangsläufig notwendig das erwähnte Slotblech zu verwenden, wenn man nicht auf zwei Anschlüsse verzichten will.
Wir sind ja bereits kurz auf den integrierten Kartenhalter eingegangen, er kann an der vertikalen Strebe nachgerüstet werden. Der eigentlichen Halter bestehen aus Plastikteilen, welche in zwei möglichen Größen beiliegen. Diese werden an der Strebe eingeklippst, im Idealfall passt dann die Erweiterungskarte in eine der Aussparungen, abschließend wird die Position des Plastikhalters noch mit einer Rändelschraube fixiert. In der Praxis hatten wir ernsthafte Probleme eine Karte zu finden bei der das System überhaupt passt und das, obwohl es die Halter in zwei verschiedenen Größen gibt und die Strebe in drei Positionen montierbar ist. Als wir dann mit einer alten 7800GTX endlich eine Karte gefunden hatten, war die Stabilität nicht wirklich überzeugend.
Die Lüftersteuerung gibt ebenfalls Anlass zu Kritik. Im A77FA sind ganze sechs Lüfter verbaut, die Steuerung bietet aber nur drei Anschlüsse. Dazu kommt noch, dass nur die Kabel des obersten Frontlüfters und des innenliegenden Ventilators im Deckel lange genug sind um daran angeschlossen zu werden. Auf dem Bild ist das Kabel des Lüfters vom mittleren Festplattenkäfig zu sehen, da fehlen doch noch einige Zentimeter. Auf einen Test mit Lüftersteuerung haben wir verzichtet, es macht wenig Sinn nur die beiden genannten Ventilatoren zu regeln.
| Position | Anzahl | Größe | Umdrehungen pro Minute | Anschluss | Beleuchtung |
|---|---|---|---|---|---|
| Front | 3 | 120mm | 1200 U/Min | 3pin- / 4pol-Molex | Blau |
| Deckel | 2 | 140mm | 1000 U/Min | 3pin- / 4pol-Molex | Blau |
| Heck | 1 | 120mm | 1500 U/Min | 3pin- / 4pol-Molex | - |
| Seite | - | - | - | - | - |
| Boden | - | - | - | - | - |