Außenansichten

Dienstag, 4. Mai 2010
 / von Nahaz
 

Lian Li typisch besteht das A77FA komplett aus Aluminium. Die sachlich gestaltete Frontpartie hat ganze zwölf Schächte im 5,25" Format. zu bieten. Jede einzelne der entsprechenden Blenden ist gelocht und verfügt über einen eigenen Staubfilter.

Selbstverständlich kann auch beim A77FA die Front abgenommen werden, wobei sich der abnehmbare Teil auf den Rahmen beschränkt der die 5,25" Schächte umgibt. Die Blenden selbst, werden direkt am Chassis eingeklemmt.

Direkt unterhalb des Deckels wird nach Demontage der Front die integrierte Lüftersteuerung sichtbar. Bis zu zu drei Lüfter können hier Anschluss finden und mittels Schalter in ebenso vielen Stufen geregelt werden.

Wie bereits erwähnt, verfügt das Gehäuse über zwölf 5,25" Schächte, davon sind ab Werk bereits neun durch Festplattenkäfige belegt. Insgesamt gibt es gleich drei dieser Käfige, ein jeder davon verfügt über einen eigenen 120 mm Lüfter. Da man bei Lian Li offensichtlich eine Schwäche für die Zahl Drei hat, verwundert es dann auch nicht weiter dass das Fassungsvermögen pro Käfig exakt bei drei Festplatten liegt.

Die Befestigung der Platten erfolgt ohne die Zuhilfenahme von Werkzeug, es müssen lediglich vier spezielle, mit einem Gummiring versehene, Rändelschrauben in den Datenspeicher eingedreht werden. Danach kann die Festplatte einfach in einen der Käfige eingeschoben und mit dem vertikalen Sperrriegel fixiert werden.

Lian Li hat das Frontpanel im vorderen Bereich des Deckels griffgünstig platziert. Eine kleine Klappe aus Aluminium sorgt dafür dass die Schnittstellen nicht mit der Zeit zustauben. Im Einzelnen hat das Case die folgenden Anschlüsse zu bieten:

  • 4x USB 3.0
  • 1x 3,5 mm Klinke Lautsprecher
  • 1x 3,5 mm Klinke Micro
  • 1x eSATA

Die kurze Auflistung zeigt bereits eine Besonderheit des A77FA: Als eines der ersten Gehäuse verfügt es bereits über USB 3.0 Schnittstellen im Frontpanel. Nicht so gut gefallen hat uns, dass die USB Ports zu dicht beieinander liegen. Steckt man z.B. einen ausladenden UMTS-Stick in eine Schnittstelle, wird der zweite Anschluss gleich mit blockiert.

Rechts neben den Frontanschlüssen befinden sich der Power- und Reset Button, beide Taster bestehen ebenfalls aus Alu. Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch echte Handschmeichler.

Im hinteren Bereich des Deckels sind zwei, aus feinem Lochblech bestehende, Lüftungsgitter eingelassen. Darunter befinden sich zwei 140 mm Lüfter, die darauf warten die erwärmte Luft aus dem Innenraum zu schaufeln.

Beide Seitenwände kommen komplett ohne Belüftungsöffnungen aus, befestigt werden sie mit jeweils drei Rändelschrauben.

Das Heck das A77AF hat neben einem 120 mm Lüfter auch zwei Schlauchdurchführungen zu bieten. Ein weiteres Mal findet das Netzteil, entgegen der ATX-Spezifikation, seinen Platz auf dem Boden. Acht Slots für Expansionskarten bieten auch für umfangreiche Konfigurationen ausreichend Raum.

Auf der Unterseite zeigt sich der Lufteinlass für das Netzteil. Damit der Staub außerhalb des Gehäuses bleibt, hat Lian Li einen feinmaschigen Staubfilter angebracht. Leider kann der Filter, durch seinen Klippsverschluss, nur abgenommen werden wenn das Case auf der Seite liegt. Die Standfüße des A77FA bieten einen ausreichend sicheren Stand, die dünne Gummiauflage gewährleistet eine rudimentäre Entkopplung und schont empfindliche Bodenbeläge.

Das eingesetzte Material wird dem hohen Preis durchaus gerecht, alles sieht nicht nur hochwertig und edel aus, sondern es fühlt sich auch so an. Die Passgenauigkeit lässt ebenfalls keine Wünsche offen.