Der aufgeräumte Innenraum ist ebenfalls in der Farbe schwarz lackiert, weiße Soltbleche, Lüfterblätter und Festplattenträger sorgen für etwas Kontrast. Aber nicht nur die weißen Farbakzente fallen dem Tester auf sondern auch ein penetranter Chemischer Geruch der von den Dämmmatten ausgeht. Hier hat Fractal Design offensichtlich auf Bitumenmatten gesetzt. Die meisten Hersteller machen wegen der Geruchsentwicklung mittlerweile einen Bogen um diese Matten und bevorzugen andere Materialien.
Das Define R2 bietet Raum für bis zu zwei 5,25" Geräte. Beide werden ganz einfach mit vier Rändelschrauben befestigt, einfacher und robuster geht es nicht. Einer der beiden Schächte beherbergt einen 5,25" auf 3,5" Adapter, ein Floppy oder Cardreader kann also ohne Probleme eingebaut werden. Schade nur dass die 3,5" Blende herausgebrochen werden muss und so nicht wieder benutzt werden kann.
Insgesamt acht Festplatten können im großen Festplattenkäfig ein Zuhause finden, das ist deutlich mehr als viele andere Gehäuse zu bieten haben. Selbst passionierte Datensammler dürften mit dieser Anzahl an Platten, wenigstens eine Zeit lang, glücklich werden. Gekühlt werden die Datenträgern von bis zu zwei 120mm Lüftern. Einer ist bereits im Auslieferungszustand vorhanden, der Zweite ist optional.
Die Festplattenträger dürften dem aufmerksamen Leser vielleicht bekannt vorkommen, Antec setzt beim P183 fast identische Modelle ein. Die Festplatten werden mit speziellen Schrauben, die durch Gummipuffer gesteckt werden, verschraubt. Eine Entkopplung der Datenträger ist damit zu einem gewissen Grad gewährleistet. Fractal Design hat sich aber nicht einfach nur von Antec inspirieren lassen, sondern den Träger noch etwas modifiziert. Durch vier kleinere Löcher ist es jetzt auch möglich jeden einzelnen Träger mit einer 3,5" Festplatte oder SSD zu bestücken.
Das Verlegen der Kabel dürfte im Define R2 zu einem Vergnügen werden. Der Mainboardträger verfügt über viele, mit einer Gummitülle versehenen, Öffnungen. Das ist ausgesprochen praktisch und hilft den Kabelwust zu bändigen. Auch an eine Öffnung auf Höhe des CPU-Kühlers wurde gedacht, damit ist es, bei einem Kühler mit Schraubmontage, nicht mehr zwangsläufig nötig das Mainboard auszubauen. Um die Kabel auf der Rückseite zu fixieren, wären ein paar Laschen vorteilhaft gewesen.
Der Deckel bietet Platz für bis zu zwei 120/140mm Lüfter. Wie bereits erwähnt sind ab Werk die Öffnungen mit Dämmmaterial verschlossen.
Ein weiterer 120/140mm Lüfter kann auf dem Boden montiert werden. Auch das Netzteil findet hier seinen Platz, es ruht auf vier kreisrunden Erhöhungen die mit einer Gummiauflage versehen wurden.
Der letzte Lüfter findet sich dann im Heck, hierbei handelt es sich um ein 120mm Exemplar. Sieben Erweiterungskarten kann das Define R2 aufnehmen, die maximale Länge beträgt dabei 30cm. Für die Befestigung zeichnen sich einmal mehr die guten alten Rändelschrauben verantwortlich. Wo manch anderer Befestigungsmechanismus bei störrischen Expansionskarten passen muss, ist mit den Thumbscrews immer noch eine adäquate Befestigung möglich.
Die Verarbeitung des Innenraumes hinterlässt einen passablen Eindruck, lediglich im inneren des Festplattenkäfigs sind vereinzelt noch scharfe Kanten zu finden. Auch die Lackierung ist, selbst an unzugänglichen Stellen, sauber und gleichmäßig aufgetragen. Weniger gefallen hat uns dagegen die Geruchsbelästigung durch das Dämmmaterial.