Außenansichten

Sonntag, 1. August 2010
 / von Nahaz
 

Eines sei schon direkt zu Beginn verraten, die Besichtigungstour wird diesmal verhältnismäßig schnell abgewickelt sein. Aber beginnen wir, wie immer, bei der Front. Hier wird gleich ersichtlich, dass das Array R2 als Speicherlösung konzipiert wurde. Es gibt weder Frontpanel, Lüftungsöffnungen noch irgendwelche Einbauschächte. Die komplette Front besteht aus einer massiven Aluminiumplatte. Das einzige Bedienelement ist ein mittig angebrachter Power-Knopf, der auch gleichzeitig als Status-LED dient.

Auch die Seiten des Array R2 sind sehr schlicht gehalten, hier gibt es lediglich im unteren Bereich eine Lüftungsöffnung. Damit auch Luft ins Innere eingesaugt werden kann, befinden sich seitlich an der Front Lüfteinlässe. Das hat der Vorteil, dass der durch den dahinterliegenden Lüfter entstehende Schall nicht direkt nach vorne abgestrahlt wird. Ganz nebenbei verunstaltet man damit auch nicht die schnörkellose Frontpartie des Array R2.

Über den Deckel gelangt man bei dem kleinen Kubus in den Innenraum. Um ihn abnehmen zu können, ist erst einmal Schraubarbeit angesagt, sechs kleine Kreuzschlitzschrauben sind vorher zu entfernen. Die Deckelplatte besteht aus dickem Aluminium und wirkt, wie eigentlich alles am Array R2, sehr hochwertig. Wenn man wirklich etwas zum meckern sucht, dann vielleicht, dass die schwarze Lackierung der Schrauben nach mehrfachem Gebrauch nicht mehr besonders ansehnlich sein dürfte. Beim herausdrehen sollten nervöse Naturen Vorsicht walten lassen, schnell ist man mit dem Schraubendreher abgerutscht und hat hässliche Kratzer im edlen Alu hinterlassen. Uns hätten an dieser Stelle schicke Innensechskantschrauben etwas besser gefallen.

An der Rückseite wird der interessierte Leser gleich zwei Slots für Erweiterungskarten vorfinden. Da auf einer Mini-ITX-Platine bestenfalls ein Steckplatz für eine Expansionskarte vorhanden ist, würde sich hier der Einbau einer potenten Grafikkarte anbieten. Den Innenraum haben wir zwar noch nicht betrachtet aber wir können schon jetzt sagen, dass dafür absolut kein Platz ist. Oberhalb der I/O-Blende gibt es dann noch ein Lüftungsgitter, das war es dann eigentlich schon an dieser Stelle.

Wenden wir uns abschließend dem Boden zu. Das Array R2 steht auf vier kleinen Gummifüßen, da ein Gerät dieser Größe wohl eher selten auf dem Boden anzutreffen sein wird, ist die Standfestigkeit auf ebenen Flächen gut. Durch das weiche Material werden auch hochwertige Möbel nicht übermäßig strapaziert. Sieht man von den Standflächen einmal ab, gibt es am Boden pures Aluminium, ohne irgendwelche Öffnungen.

An der Verarbeitungsqualität gibt es absolute nichts auszusetzen. Die Schweden haben das Material Aluminium sehr gut im Griff, da können wir nicht meckern. Optisch wie haptisch ist das Array R2 ein Genuss, jedenfalls für Leute, die schnörkelloses Design mögen.