Innenraum & Belüftung

Freitag, 20. November 2009
 / von Nahaz
 

Der Innenraum, unendliche Weiten.... Nun ja, unendlich ist das Platzangebot des Obsidian 800D sicherlich nicht, aber doch äußerst großzügig. Für Grafikkarten stehen rund 37cm Platz zur Verfügung, das sollte für locker für jeden aktuellen Pixelbeschleuniger ausreichen. Der komplette, in mattem schwarz gehaltene, Innenraum wirkt überaus aufgeräumt. Corsair setzt auf das Zweikammerprinzip wie wir es in ähnlicher Form bereits bei Antec gesehen haben. Dazu wird im unteren Drittel ein durchgehender Zwischenboden eingesetzt der das Netzteil von der restlichen Hardware abschirmt.

Ihren Anteil zu dem aufgeräumten Gesamtbild, tragen auch diverse Kunststoffabdeckungen bei. Eine verdeckt zum Beispiel die Anschlüsse für die vier SATA-Wechselrahmen. Dank des beiliegenden 4 in 1 SATA-Stromadapters hält sich er Kabelsalat in engen Grenzen. Die Kabel können dann bequem auf der Rückseite des Mainboard-Trays verlegt werden.

Auf der linken Seite befindet sich noch eine weitere Abdeckung ,die einen 140mm Lüfter verbirgt. Die Blende hat hier allerding nicht nur die kosmetische Aufgaben, sie sorgt auch dafür dass der Ventilator die Luft aus der unteren Kammer, in der sich auch das Netzteil befindet, ansaugt.

Insgesamt stehen dem Benutzer fünf 5,25" Schächte zur Verfügung. Befestigt werden die Laufwerke mit Schiebehebeln aus Kunststoff. Ähnliche Befestigungsmechanismen haben wir in der jüngeren Vergangenheit schon öfter gesehen, richtig überzeugen konnten sie jedoch nie. Hier liegt die Sache etwas anders, um ein Laufwerk zu fixieren muss man schon etwas Kraft aufwenden um den Schieber nach vorne zu drücken. Und siehe da, unser Test-DVD-Brenner hält absolut fest. Ob der Mechanismus nach 30 oder 50 Benutzungen immer noch so stramm sitzt, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Wirft man einen Blick auf den Mainboardträger, fällt neben der schieren Größe auch die Anzahl der Durchbrüche auf. Sie sind alle mit geschlitzten Abdeckungen aus Gummi versehen und machen das Verlegen der Kabel zu einem Kinderspiel. Ganz egal ob man ein µATX, ATX oder E-ATX-Board einbaut, es findet sich immer ein Durchbruch der nahe an den Anschlüssen liegt. Damit sind lange Kabelwege im Innenraum passé. Auf Höhe der CPU befindet eine große Aussparung die von hinten mit einer Plastikklappe verschlossen werden kann. Durch diese Öffnung ist es möglich den CPU-Kühler auch bei eingebautem Board zu montieren bzw. zu wechseln.

Die Rückseite des Trays bietet viel Platz um die Kabel des Netzteiles zu verlegen. Schön wäre es gewesen wenn Corsair hier an einige Ösen gedacht hätte, mit deren Hilfe man die Kabel fixieren könnte.

Im Heck des Obsidian befindet sich einer der drei serienmäßig installierten Lüfter. Es handelt sich dabei um ein Modell der 140mm Kategorie. Bei der Befestigung der Erweiterungskarten verzichtet Corsair auf Experimente und setzt auf Rändelschrauben.

Um die Entlüftung zu optimieren, besteht die Möglichkeit im Deckel bis zu drei zusätzliche 120mm Lüfter montieren.

Wie bereits angesprochen, können unterhalb der Wechselplatten noch zwei weitere Festplatten montiert werden. Damit diese auch adäquat gekühlt werden, kann optional an der Seite ein 120mm Lüfter angebracht werden. Zur Entkopplung hat Corsair einen Entkopplungsrahmen aus weichem Silikon beigelegt. Auch in der unteren Etage findet sich wieder eine der Plastikabdeckungen. Dieses Exemplar sorgt dafür dass die Kabel der beiden unteren Festplatten ebenfalls auf der Rückseite des Mainboardträgers verlegt werden und so nicht im Weg sind.

Corsair verfolgt mit dem 800D das Zweikammerprinzip, dabei wird das Netzteil von der restlichen Hardware durch einen Zwischenboden getrennt. Dieser Boden beinhaltet einen weiteren 140mm Lüfter der dem Mainboard und den Erweiterungskarten Frischluft zuführt. Ebenfalls wurden hier zwei Schlauchdurchführungen integriert. So ist es z.B. möglich die Pumpe für die Wasserkühlung in der unteren Kammer zu positionieren. Das Netzteil wird einfach mit der Rückwand verschraubt und saugt Frischluft von außen an. Der Platz der dem Stromlieferanten zur Verfügung steht, reicht auch locker für überlange 1200W Netzteile aus.

Die Verarbeitung des Innenraumes ist Makellos. Wenn man wirklich etwas kritisieren möchte, dann vielleicht dass die Plastikabdeckungen, welche die Anschlüsse der Festplatten bzw. für den Lüfter der Wechselplatten bedecken, etwas locker sitzen. Da das Obsidian 800D aber nicht unbedingt ein Gehäuse ist dass man ständig mit sich herum trägt, fällt dieser "Makel" nicht so sehr ins Gewicht. Aufgefallen ist uns allerdings dass die Lackierung des Innenraumes sehr anfällig für Kratzer ist.