Mit dem Obsidian 800D ist Corsair ein fantastischer Einstieg ins Gehäusesegment geglückt. Die Verarbeitung ist makellos und das Raumangebot luftig. Besonderen Gefallen haben wir an der Möglichkeit gefunden, die Kabel nahezu perfekt verlegen zu können. Man spürt dass man sich bei Corsair wirklich Gedanken gemacht hat. Die Integration einer Wasserkühlung mit einem Triple-Radiator ist z.B. gänzlich ohne Bastelarbeiten möglich. Ebenfalls punkten kann das Gehäuse bei der Lautstärke. Zwar gehören die gemessenen Temperaturen nicht zur absoluten Spitzenklasse, dafür bleibt das Betriebsgeräusch aber sehr angenehm und nicht störend. Mehr als ein leises Rauschen ist nicht zu vernehmen. Dass das Obsidian 800D trotzdem nicht das Gehäuse für die breite Masse geworden ist, hat freilich andere Ursachen. Da wäre zum einen das hohe Gewicht von 16kg. Damit ist es schon vornherein für jeden uninteressant, der sein Gehäuse öfter mal transportieren muss. Bei der Größe und dem Gewicht welches das Gehäuse auf die Waage bringt, würden Rollen eine entscheidende Verbesserung im Handling bieten. Der Hauptgrund, warum das Obsidian nicht "Massenkompatibel" ist, dürfte aber der Preis sein. Gute 230€ müssen Interessenten mindestens auf den Tisch des Hauses legen. Spätestens hier werden sich viele fragen ob sie nicht auch gut mit einem Gehäuse fahren dass weniger als die Hälfte kostet. Wer aber bereits ist, sein sauerverdientes Geld in dieses monströse Case zu stecken wird sicher nicht enttäuscht sein. Mit dem Obsidian ist es ein wenig wie mit einer Mercedes Benz Limousine. Es ist qualitativ hochwertig, konservativ im Design und sündhaft teuer. Wir können Corsair jedenfalls einen Einstand nach Maß bescheinigen und das Obsidian 800D uneingeschränkt empfehlen.
Plus
Minus
Unser Dank geht an die Firma Corsair, die uns freundlicherweise das Testsample zur Verfügung gestellt hat.