Die Front des 800D besteht aus Aluminium und ist ausgesprochen schwer und massiv ausgefallen. Wie bereits erwähnt, gibt es hier keinen Platz für Designspielchen, selbst Lufteinlässe sucht man hier vergeblich.
Hinter einer ebenfalls aus Aluminium bestehenden Tür, befinden sich vier Einschübe für SATA-Festplatten. Drückt man den Verriegelungsknopf an einem der Einschübe, schnellt ein griffiger Hebel aus Metall vor, mit dessen Hilfe man den Festplattenträger bequem entnehmen kann.
Die Einschübe bestehen aus einem Metallrahmen mit einer Front aus Kunststoff. Befestigt werden die Festplatten einfach mit vier Schrauben. Die ganze Konstruktion ist sehr solide gefertigt und sollte viele Festplattenwechsel schadlos überstehen.
Die 5,25" Blenden sitzen bombenfest und neigen nicht zum wackeln. Sie bestehen aus einem Kunststoffrahmen mit einer Auflage aus Aluminium. Auch hier findet sich keine Spur von Lochgitter oder sonstigen Luftöffnungen.
Am oberen Ende der Front befinden sich, versteckt hinter einer Abdeckung, die Frontanschlüsse. Die angesprochene Blende schwenkt nach einem leichten Druck auf die obere rechte Ecke sanft nach unten. Das hat schon etwas von einem hochwertigen Automobil wo das Handschuhfach auch nicht einfach rappelnd nach unten knallt. An Anschlüssen wird im Einzelnen geboten:
Neben den aufgezählten Anschlüssen findet sich hier auch der Reset-Taster. Auf eine eSATA -Schnittstelle wurde leider verzichtet. Schade, Platz genug wäre durchaus da gewesen. Links neben dem Frontpanel wurde der Power-Button platziert, der über einen extrem kurzen Hub verfügt und im Betrieb in dezentem weiß erstrahlt.
Die Front kann auch mit etwas Kraftaufwand vom Stahlchassis gelöst werden. Nötig ist das eigentlich nur um die 5,25" Blenden zu entfernen. Da es keine Lufteinlässe gibt, gibt es auch keine Filter die gereinigt werden müssten.
Bei genauerem Hinsehen kann man unterhalb der Wechselrahmen eine kleine Plastikblende erkennen. Darunter verbergen sich zwei weitere Schächte für Festplatten. Diese werden werkzeuglos mit Schienen fixiert.
Auf dem Deckel lassen sich dann auch erste Anzeichen dafür finden, dass es auch beim Obsidian 800D Einbauplätze für Lüfter gibt. Gleich drei 120mm Ventilatoren können hier untergebracht werden. Alternativ soll es auch problemlos möglich sein einen entsprechenden Triple-Radiator zu montieren. Da uns ein solcher Wärmtauscher nicht zu Verfügung steht können wir diese Aussage leider nicht überprüfen.
Auch bei den Seitenwänden verzichten Corsair konsequent auf Belüftungsöffnungen. Ein kleines Zugeständnis an den Zeitgeist hat sich der Hersteller beim linken Seitenteil dann aber doch nicht nehmen lassen. Hier wurde ein nett gestaltetes Fenster integriert, welches später den Blick auf die verbaute Hardware ermöglicht. Wem selbst das schon zu progressiv ist, der kann bei Corsair auch eine Seitenwand ohne Fenster ordern. Sehr interessant ist die Befestigung der beiden Wände ausgefallen. Zum Entriegeln der Seitenteile ist kein Werkzeug nötig, ein simpler Knopfdruck reicht schon aus. Besagte Knöpfe wurden auf jeder Seite des Hecks platziert. Betätigt man nun einen davon wird im Inneren eine mit Arretierungsstiften versehene, stabile Metallschiene nach vorne geschoben und gibt die Seitenwand frei. Um sie wieder zu befestigen, muss die Wand lediglich unten in die Führung eingehängt werden und kann dann mit einem leichten Druck gegen die obere Kante wieder verriegelt werden. Das Ganze System ist wunderbar einfach zu bedienen und noch dazu überaus funktionell.
Am Heck finden wir dann den ersten serienmäßigen Lüfter. Es handelt sich dabei um ein 140mm messendes Exemplar, dass die erwärmte Luft nach draußen befördert. Da Corsair explizit damit wirbt, dass das Obsidian 800D für Wasserkühlungen geeignet ist, dürfen die dafür nötigen Schlauchdurchführungen selbstverständlich nicht fehlen. Das Netzteil wird beim 800D auf dem Boden montiert.
Auf dem Boden findet sich dann auch der erste, mit einem großen Staubfilter versehene, Lufteinlass. Wir können an dieser Stelle schon verraten dass es der erste und auch gleichzeitig schon der letzte ist. Sehr praktisch ist dabei, dass der Filter zum reinigen einfach nach hinten herausgezogen werden kann. Es wäre wirklich auch niemandem zuzumuten diesen Brocken alle 14 Tage auf die Seite zu wuchten, um den Staub zu entfernen. Standfüße wie man sie von der Konkurrenz kennt, hat das Obsidian nicht. Dafür verfügt das Gehäuse über drei breite Metallbügel, die das hohe Gewicht gleichmäßig auf den Boden verteilen. Damit es keine Kratzer auf empfindlichen Böden gibt, sind an jedem Bügel zwei kleine Blöcke aus weichem Gummi angebracht. Schöner wäre es gewesen wenn man die komplette Standfläche mit einer Gummimatte versehen hätte. So wäre der Stand noch stabiler gewesen, da das Gehäuse auf der kompletten Standfläche aufliegen würde. Bei einem Gehäuse dieser Größe wären auch Rollen eine willkommene Option gewesen.
Die Verarbeitungsqualität wird dem hohen Preis in jedem Fall gerecht. Alles passt perfekt, die Spaltmaße sind überaus gleichmäßig ausgefallen. Das ganze Gehäuse vermittelt den Eindruck als wäre es aus einem Block gefräst worden.