Innenraum & Belüftung

Montag, 21. Juni 2010
 / von Nahaz
 

Der Innenaufbau des Corsair Obsidian 700D wird in zwei von einander getrennte Kammern aufgeteilt. Während in der oberen das Mainboard mit den Erweiterungskarten untergebracht wird, findet das Netzteil seinen Platz im unteren Bereich.

Das 700D bietet insgesamt fünf Schächte im 5,25" Format. Fixiert werden die Geräte dabei mit einem auf der linken Seite angebrachten Plastikschieber. Uns kommt es so vor als wäre dieser Mechanismus beim 800D noch etwas strammer gewesen, bei unserem Testmuster war es jedenfalls möglich das Laufwerk etwas im Schacht hin und her zu bewegen. Optional kann auf der rechten Seite mit Schrauben nachgeholfen und das lästige Wackeln abgestellt werden.

Bis zu sechs Festplatten können in zwei Käfigen untergebracht werden. An dieser Stelle ist dann ein weiterer Unterschied zum 800D erkennbar, beim 700D gibt es keine Wechselrahmen mehr. Stattdessen wird ein um 90° gedrehtes Modul integriert der Platz für vier Festplatten bietet, zwei weitere können im zweiten Käfig eingebaut werden. Das Besondere dabei ist, dass die Datenträger im Oberen der beiden Halterungen vertikal montiert werden, während die Positionierung der beiden Platten im unteren Pendant horizontal erfolgt.

Die Festplatten werden in beiden Fällen in Träger aus Kunststoff gesteckt und einfach in den gewünschten Käfig eingeschoben, vier gummigelagerte Metallstifte sorgen dabei für den nötigen Halt. Eine weitere Besonderheit stellt die Lage des für die Kühlung zuständigen 140 mm Lüfters dar. Dieser ist horizontal zwischen beiden Festplattenkäfigen befestigt und soll alle Einbauplätze gleichzeitig mit frischer Luft versorgen.

Am Mainboardträger ist, zum Glück, alles beim Alten geblieben. Nach wie vor gibt es hier vielfältige, mit weichen Gummitüllen versehene, Öffnungen, welche ein hervorragende Möglichkeiten für Kabelmanagement eröffnen. Ohne zu übertreiben, kann mit gutem Gewissen behauptet werden, dass Corsair mit diesem System Maßstäbe gesetzt hat, erste Nachahmer gibt es ja bereits.

An der Rückseite des Trays fehlen leider immer noch ein paar Ösen die das festzurren der Kabel erleichtern würden. Hinter einer großen Plastikklappe findet sich dann noch eine weitere große Öffnung die den Kühlereinbau bei bereits montiertem Mainboard ermöglicht.

Ein Zwischenboden sorgt für eine räumliche Trennung zwischen Netzteil und restlicher Hardware. Ein 140 mm Ventilator schaufelt kühle Luft aus der unteren Kammer zu Mainboard und Co. Corsair hat auch an dieser Stelle an ein Paar Schlauchdruchführungen gedacht. So wäre es zum Beispiel denkbar die Pumpe in der unteren Kammer zu platzieren.

Ein 140 mm Lüfter werkelt im Heck und sorgt dafür dass die erwärmte Luft zügig abgeführt wird. Sieben Slots für Erweiterungskarten hat das Obsidian 700D zu bieten, die Befestigung erfolgt simpel und effektiv mittels Rändelschrauben. Für überlange Grafikkarten stehen bis zu sagenhaften 395 mm zur Verfügung. Der Pixelbeschleuniger, der diesen Raum vollständig ausnutzt, muss erst noch entwickelt werden.

Im Deckel finden maximal drei Lüfter der Größe 120 mm Platz. Da Corsair offensichtlich ein Herz für Wasserkühlungen hat, ist die Integration eines entsprechenden Radiators ohne weitere Bastelarbeiten möglich.

Wie bereits kurz angesprochen, kommt das Netzteil in die untere der beiden Kammern. Hier liegt es auf zwei großen Schienen auf und schwebt etwa 1 cm über dem Boden. Das Bodenblech ist im vom hinteren Bereich bis fast zur Mitte großflächig gelocht und ermöglicht es unter anderem dem Netzteil Frischluft anzusaugen. Die im Boden befindlichen Löcher sind gleichzeitig auch der einzige Weg, über den die kühle Umgebungsluft ins Gehäuse gelangen kann. Um den Lufteintritt etwas zu erhöhen, kann mit einem optionalen 120 mm Ventilator nachgeholfen werden. Die komplette gelochte Fläche wird von einem großen Filter vor eindringendem Staub geschützt.

Die Verarbeitung des Innenraums ist sehr gut. Scharfe Kanten oder Mängel bei der Lackierung sind nicht vorhanden. Auffällig ist die enorme Stabilität des Obsidian 700D, wäre es nicht zu schade könnte man es auch problemlos als Trittleiter einsetzen. Verwindungen kennt dieses Gehäuse faktisch nicht.