Außenansichten

Freitag, 12. Februar 2010
 / von Nahaz
 

Die Kunststofffront des HAF Mini wurde von Coolermaster technokratisch kühl und wuchtig gestaltet. Sie besteht aus einem breiten Plastikrahmen und in der Mitte aus luftdurchlässigem Lochblech. Um eindringenden Staub auf ein Mindestmaß zu reduzieren, wurden alle aus Meshgitter bestehenden Partien der Front mit einem feinmaschigen Staubfilter versehen.

Nach dem lösen von insgesamt sechs Schrauben ist es möglich die Front in einem Stück vom Chassis zu lösen. Möchte man also mal eben die Staubfilter reinigen, ist der Griff in die Werkzeugkiste unumgänglich. Andere Hersteller befestigen die Frontblende mit Plastikklips und ermöglichen so eine relativ leichte Demontage. Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden dass eine solche Lösung nach mehrmaligem Gebrauch ausleiern kann, während die Schraubmethode dauerhaft festen Sitz verspricht. Nachdem wir die Front abgenommen haben, wird auch der erste Lüfter sichtbar. Es handelt sich dabei um einen beleuchteten 200mm Ventilator, der kühle Luft in den Innenraum schaufelt.

Ganz oben an der Stirnseite des HAF Mini befinden sich die Frontanschlüsse. Das Panel enthält die folgenden Anschlüsse:

  • 2x USB
  • 1x eSATA
  • 1x 3,5mm Klinke Mikrofon
  • 1x 3,5mm Klinke Kopfhörer

Bei der Flut von internen USB Schnittstellen die moderne Mainboards aufbieten, wäre es schön gewesen wenn Coolermaster dem HAF Mini vier solcher Ports spendiert hätte.

Im vorderen Bereich des Deckels wurde ein Anbauteil aus Kunststoff angebracht, welches das Design der Front aufnimmt. In einer Mulde befindet sich ein üppig dimensionierter Power-Button und ein kleinerer Reset-Taster. Ein dritter Knopf dient dazu die Beleuchtung der Lüfter zu deaktivieren, sehr lobenswert. Im hinteren Bereich befindet sich schließlich noch ein großflächiges Lüftungsgitter, unter dem sich ein weiterer Lüfter im 200mm Format verbirgt.

Beide Seitenwände sind etwas nach außen gezogen, das wirkt sehr dynamisch und wuchtig. Dieses Designmerkmal haben wir zum ersten Mal beim Coolermaster Strom Sniper gesehen. Seitdem haben es auch viele andere Hersteller übernommen. Dass die dicken Backen nicht nur gut aussehen, sondern auch handfeste Vorteile mit sich bringen, werden wir später noch sehen. Während die rechte Seitenwand über keinerlei Öffnungen verfügt wurde beim linken Gegenstück, auf Höhe der Erweiterungskarten und der CPU, ein Lüftungsgitter integriert. Hier kann optional ein weiterer 200mm Lüfter, oder alternativ zwei 120mm Lüfter, installiert werden. Die Befestigung der beiden Seitenwände erfolgt werkzeuglos mittels Rändelschrauben.

Das Netzteil wird beim HAF Mini, wie bei vielen anderen aktuellen Gehäusen, auf dem Boden untergebracht. Ansonsten bietet das Heck noch ein Lüftergitter das einen 120mm Lüfter abdeckt und die mittlerweile zum Standard avancierten Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung. Interessant ist noch dass es neben den normalen, horizontalen, Slots für die Erweiterungskarten noch einen gibt der vertikal ausgeführt ist. Hier könnte z.B. eine Blende mit USB-Anschlüssen oder eine Schnittstellenblende einer Soundkarte befestigt werden.

Im Bodenblech befindet sich hinten ein Gitter durch dass das Netzteil Luft von außen beziehen kann. Unerklärlicherweise wurde hier auf einen Staubfilter verzichtet. Ein weiteres Gitter entpuppt sich als Aufnahme für einen 120mm Propeller. Auch hier gibt es keinen Staubfilter, wer seinen Computer nicht als Staubsauger missbrauchen möchte, sollte tunlichst davon Abstand nehmen hier einen Lüfter zu montieren. Die Standfüße sind in ausreichender Größe ausgeführt und verfügen über eine Gummiauflage. Damit lassen sich unschöne Kratzer auf empfindlichen Böden effektiv vermeiden, eine rudimentäre Entkopplung ist ebenfalls gewährleistet.

Qualitativ gibt es an den Äußerlichkeiten nichts zu bemängeln. Lediglich eine der Rändelschrauben war schwergängig und konnte nur mit Hilfe eines Schraubendrehers bewegt werden. Die Lackierung wurde sehr sauber aufgetragen, Lacknasen oder Einschlüsse konnten wir nicht feststellen.