Der komplett in mattschwarz gehaltene Innenraum gefällt durch seinen zeitgemäßen Aufbau. Das Raumangebot ist für einen Midi-Tower ausreichend ausgefallen. Der Platz für übergroße Grafikkarten sollte mit 304 mm für die meisten Fälle ausreichend sein, lediglich mit einer Radeon 5970 könnte es knapp werden.
Das CM-690 II bietet Platz für bis zu vier Geräte im 5,25“ Format. Mit beiliegenden Einbauwinkeln und der entsprechenden Blende kann auch auf Wunsch auch ein externer 3,5“ Schacht realisiert werden. Von Cooler Master Gehäusen sind uns diverse Befestigungsmöglichkeiten für 5,25“ Geräte bekannt, so richtig überzeugend fanden wir davon allerdings keinen. Bei diesem Modell kommt jetzt eine weitere Methode dazu, es handelt sich dabei um an der linken Seite des Käfigs angebrachte Hebel. Nach dem Einschieben eines Laufwerks muss dieser lediglich umgelegt werden, um das Gerät zu fixieren. Zwei kleine Metallstifte werden dadurch in die Schraublöcher unseres Test-DVD-Brenners geschoben. Von der Funktion unterscheidet er sich nicht großartig von anderen Mechanismen allerdings gibt es hier den feinen Unterschied, dass das Laufwerk tatsächlich fest im Schacht liegt.
Es bleibt zu wünschen, dass der Hersteller diesen Mechanismus bei zukünftigen Modellen zum Standard macht.
Als wir uns den Festplattenkäfig angesehen haben, waren wir uns sicher einen alten Bekannten anzutreffen. Es handelt sich dabei um die berüchtigte “Cooler Master Ecke“ die man bei vielen Modellen des Herstellers an einem der beiden Profile, welche den HD-Käfig begrenzen, vorfinden kann. Da besagte Kante ausgesprochen scharf ist, besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. Wir waren positiv überrascht, dass diese Ecke wohl der Vergangenheit angehört. Das kleine U-Profil wurde einfach an der Kante eingerollt und damit die Gefahr von Schnittwunden effektiv gebannt, sehr lobenswert!
Zum Vergleich hier noch einmal der Festplattenkäfigs des Cooler Master HAF-Mini.
Der Käfig selbst bietet Platz für bis zu sechs Festplatten. Befestigt werden die Datenträger dabei mit den bereits von anderen Gehäusen des Herstellers bekannten Kunststoffschlitten. Die HD wird dabei einfach in den Rahmen eingeklemmt, vier gummigelagerte Metallstifte sorgen dabei für den nötigen Halt. Die Konstruktion hat sich bereits in verschiedenen Cooler Master-Modellen bewährt und bietet auch beim CM-690 II den Festplatten einen sicheren Halt.
Damit man nicht keinen der 5,25“ Schächte opfern muss, nur um eine 2,5“ SSD einbauen zu können, befindet sich in einem der Schlitten ein entsprechender Adapter. Neben 2,5“ Festplatten oder SSDs können hier auch Modelle der Größe 1,8“ montiert werden.
Gekühlt werden die Festplatten von einem in der Front untergebrachten 140 mm Lüfter. Eingangs hatten wir ja schon kurz angesprochen, dass der Luftstrom nicht alle Festplatten erreicht. Hier allerdings optional Abhilfe geschaffen werden. An der inneliegenden Seite des Käfigs kann auf Wunsch ein 120 mm Lüfter angebracht werden.
Wer es unbedingt möchte, kann den unteren Teil des Käfigs demontieren. So schafft man auf dem Boden zum Beispiel Platz für einen 120 mm Dual-Radiator. Im verbleibenden Teil des Festplattenkäfigs ist dann noch Platz für zwei Platten.
Bleibt der Käfig so wie er ist, kann am Boden noch ein einzelner 120 mm Ventilator platziert werden. Auch das Netzteil liegt, wie so oft, auf dem Bodenblech auf. Hier sorgen vier kleine Erhöhungen mit einer dünnen Gummiauflage für eine rudimentäre Entkopplung vom Chassis. Ein Filter liegt bei, allerdings wird dieser dann von Innen angebracht. Im Alltag bedeutet das nichts anderes als, dass zum Reinigen des Filters das Netzteil ausgebaut werden muss.
Der Mainboardträger ist trotz der vielen Öffnungen robust ausgefallen. Eine der Aussparungen kann bei der Montage von CPU-Kühlern hilfreich sein, während die anderen bei der Kabelverlegung Verwendung finden können. Das man sich bei Cooler Master wirklich mal Gedanken gemacht hat, sieht man an der Rückseite des Trays. Hier gibt viele Laschen an denen die ganzen Strippen mit Kabelbindern fixiert werden können, sehr gut! Was wären diese Laschen und die ganzen Öffnungen wert, wenn es nicht genügend Raum für die Kabel zwischen rechter Seitenwand und Mainboardträger geben würde? Richtig, nichts. Aber auch hier gibt es nichts zu meckern, es stehen ca. 1,8 cm Raum zur Verfügung.
Ein 140 mm Lüfter ist bereits im Deckel vorhanden, ein weiterer kann bei Bedarf nachgerüstet werden. Alternativ ist auch die Montage von 120 mm Ventilatoren möglich. Besonders erwähnenswert ist hier, dass selbst an dieser Position ein Staubfilter vorhanden ist.
Der letzte im Auslieferungszustand eingebaute Ventilator ist im Heck untergebracht. Wie mittlerweile üblich handelt es sich auch in diesem Fall um ein 120 mm Modell. Eine weitere positive Überraschung haben wir bei der Befestigung der Erweiterungskarten erlebt. Cooler Master hat sich offensichtlich von instabilen Plastikmechanismen verabschiedet und setzt nun auf griffige Rändelschrauben. Eine bessere Methode um die Erweiterungskarten zu fixieren gibt es unserer Meinung nach nicht.
Den Namenszusatz “Advanced“ trägt das CM-690 II wegen des beiliegenden Kartenhalters bzw. Kartenkühlers. Er wird mit zwei Schrauben neben den Expansionsslots befestigt. Zwei Langlöcher sorgen dafür, dass er in der Höhe den notwendigen Gegebenheiten angepasst werden kann. Optional kann an der Konstruktion noch ein 80 mm Lüfter befestigt werden.
Qualitativ gibt es mit dem Wegfall der Cooler Master-Ecke nichts mehr zu bemängeln. Lackierung, Verwindungssteifigkeit und Spaltmaße befinden sich auf einem hohen Niveau.