Praxiseindrücke

Dienstag, 15. September 2009

Im Windows-Alltag ist die Sentinel ein hervorragendes Arbeitstier. Sie ist sehr präzise und auch hier durch die Makro und Skriptfunktionen sehr gut auf die jeweiligen Anwendungsgebiete anpassbar. Sogar die eigentlich für Spiele gedachten Profile haben ihren Nutzen im Windows-Betrieb, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig genutzt werden und zwischen ihnen gewechselt werden muss. Alle Tasten sitzen am richtigen Platz und erfüllen ihre Aufgaben perfekt.

Das Hauptanwendungsgebiet der CM Storm Sentinel Advance sind natürlich Spiele. Dafür wurde die Maus gebaut und hier zeigt sie auch ihre wahre Stärke. Alleine die Einstellung der DPI in 25er Schritten lässt keine Wünsche offen. Auch während des Spiels lässt sich die Genauigkeit der Maus verstellen. Dazu sind die Tasten vier und fünf entweder normal zu betätigen, was die DPI Zahl in festgelegten Schritten zwischen 1100, 2600, 3800 und 5600 verstellt. Oder der Spieler hält den Button fünf eine Sekunde lang gedrückt und kann dann die DPI-Werte mit dem Mausrad in 25er Schritten einstellen. Durch das betätigen der Tasten sechs und sieben (vor und zurück im Windowsbetrieb) kann auch hier der DPI-Wert für die X- und Y-Achse getrennt konfiguriert werden. Das erweist sich als besonders nützlich, solange sich der Spieler noch in der Testphase mit der neuen Maus befindet. So kann sehr gut während des Spiels die richtige Einstellung ausgelotet werden. Die Farbmodi der Maus sind zum schnellen Erkennen, welches Profil gerade anliegt sicher nicht schlecht, als ein Kaufargument taugen sie sicher nicht. Genauso wenig, wie die Individualisierung per Logo. Das OLED Display zum anzeigen der DPI-Werte ist aber ein wirklich nuetzliches Feature. Sofort und präzise kann hier Hand an die Konfiguration angelegt werden.

Vor allem in First-Person-Shootern fühlt sich die Sentinel zu Hause. Schnelle Reaktionen sind für die Laser Maus überhaupt kein Problem. Es gab während des Tests keine Aussetzer zu beklagen. Aber auch in Strategietiteln oder Simulationen zeigte die Maus keine Schwächen. Obgleich sie Aufgrund der normalen Bestückung mit Tasten nicht für diese Genres prädestiniert ist.
Auch was Untergründe betraf gab sich die Sentinel keine Blöße. Sie lief auf allen Arten von Mauspads – vom einfachen Stoffmauspad bis zum hochpreisigen Gamermauspad – ohne Probleme. Einzig spiegelnde Oberflächen waren nicht ihr Terrain. Bedingt durch die sehr großen Teflon Pads an der Mausunterseite gleitet die Maus sehr weich über alle möglichen Oberflächen. Auch in diesem Punkt ist sie mit der etablierten Konkurrenz mindestens auf Augenhöhe. Der Druckpunkt der aller Tasten ist deutlich zu spüren. Die Tasten eins und zwei geben durch ein deutlich vernehmbares Klickgeräusch eine gute Rückmeldung , alle anderen Tasten reagieren leiser auf Betätigung.

Neben der Maus und der CD fand sich im Karton noch ein sogenannter Safeguard. Dieses Stück Metall, dass zuerst wie eine Halterung für die Gewichte der Maus anmutete, stellte sich nach dem Studium des Handbuchs als ein Diebstahlschutz für die Maus auf Lanpartys heraus. Der Safeguard wird seit einiger Zeit auch mit Gehäusen der Marke CM Storm ausgeliefert und anstelle einer PCI(e) Blende ins Gehäuse eingebaut. Das USB Kabel der Maus – oder eines anderen Peripherigerätes - wird durch den Safguard geführt und ist so gegen unerwünschtes Entfernen geschützt.