Das Innere des Chieftec CH-07 ist durchdacht gestaltet und bietet ein großzügiges Raumangebot. Das Gehäuse verfügt über einen internen 3,5" Schacht sowie vier 5,25" Schächte.
Mit dem beiliegenden Adapter ist es möglich auf Kosten eines 5,25" Schachtes ein 3,5" Diskettenlaufwerk oder einen Cardreader zu montieren. Viele Hersteller verzichten, zum Leidwesen einiger User, mittlerweile schon komplett auf nach außen geführte 3,5" Schächte. Beim CH-07 lässt Chieftec dem Käufer die Wahl.
Die Befestigung der 5,25" Laufwerke erfolgt schraubenlos. Der entsprechende Mechanismus wirkt zu erst einmal wenig vertrauenserweckend. Die Laufwerke sollen mit Hilfe einer fragil wirkenden Klammer aus relativ dünnem Draht fixiert werden. Da uns die Neugier umgetrieben hat, mussten wir schon vor dem eigentlichen Praxistest ausprobieren was das System taugt. Das Resultat ist erstaunlich, unser DVD-Brenner sitzt, mit lediglich minimalem Spiel, fest in seinem Schacht. Diese simple Drahtklammerlösung ist damit vielen, mehr oder weniger, aufwändigen Kunststoffgebilden überlegen die von anderen Herstellern eingesetzt werden.
Wie bereits erwähnt fasst der Festplattenkäfig bis zu fünf 3,5" Platten. Die Datenträger werden dabei mit Montageschienen schnell und sicher im Käfig befestigt. Vorkehrungen um die Festplatte vom Gehäuse zu entkoppeln wurden allerdings nicht getroffen. Wer oft benötigte Kleinteile immer gerne in seiner Nähe hat, kann auf Wunsch auch die Zubehörbox im Festplattenkäfig befestigen. Für die notwendige Frischluft sorgt ein vor den Platten montierter 120mm Lüfter.
Das CH-07 fasst neben µATX (244mm x 244mm) und Standard ATX (305mm x 244mm) auch die großen E-ATX (305mm x 330mm) Boards. Leider verfügt der Tray über keinerlei Durchbruche, so wird das saubere Verlegen der Kabel unnötig erschwert. Der Platz der zwischen Tray und Seitenwand bleibt kann so nicht effektiv genutzt werden. Auch auf eine Öffnung im Bereich der CPU wird verzichtet. Die Montage von CPU-Kühlern mit Schraubbefestigung, ist so mit eingebautem Mainboard nicht möglich.
Im Deckel befinden sich zwei weitere 120mm messende Ventilatoren. Sie sollen die erwärmte Luft möglichst schnell aus dem Inneren abführen. Prinzipiell ist das eine gute Sache. Das Problem ist beim CH-07 allerdings dass der hintere der beiden Lüfter schon von einem kompakten Standardnetzteil zum Teil verdeckt wird. Setzt man nun ein überlanges Netzteil (z.B. Thermaltake Toughpower 1200 - T: 200mm) ein, wird besagter Lüfter fast komplett zugebaut und verliert so eigentlich seine Daseinsberechtigung.
Bis zu sieben Erweiterungskarten können im Dragon II untergebracht werden. Auch hier wird zur Befestigung kein Werkzeug benötigt. Eine Klemmschiene soll allen Expansionskarten ausreichenden Halt bieten. Im Praxistest werden wir auf dieses System noch genauer eingehen. Für aktuelle Grafikkarten stehen übrigens üppige 34cm Raum zur Verfügung.
Die Verarbeitung des Innenraumes gibt keinen Grund zur Klage. Scharfe Kanten konnten wir bei unserem Testsample nicht feststellen.