Außenansichten

Samstag, 7. November 2009
 / von Nahaz
 

Das Chassis des Dragon II besteht aus kaltgewalztem Stahlblech, während die Anbauteile aus Kunststoff gefertigt sind. Um der Umgebungsluft ungehinderten Eintritt in das Innere zu gewähren, besteht die Vorderseite, vom Kunststoffrahmen abgesehen, aus feinem Lochblech. Das in einem frischen rot lackierte Meshgitter bildet einen schönen Kontrast zum schwarz des restlichen Gehäuses.

Um die Front in einem Stück vom Chassis zu trennen, müssen auf beiden Seiten jeweils drei Plastiklaschen zur Seite gebogen werden. Dann wird auch direkt ersichtlich dass es Chieftec versäumt hat, konsequent Staubfilter in die Vorderseite zu integrieren. Der einsaugende 120mm Lüfter im unteren Bereich verfügt zwar über einen solchen Filter, es wäre aber auch nötig gewesen den einzelnen Blenden einen solchen mit auf den Weg zu geben. Um den angesprochenen Luftfilter während des Betriebs zu reinigen, ist es übrigens nicht erforderlich die ganze Front abzunehmen. Der untere Bereich des Meshgitters kann bequem mit einem leichten Ruck entfernt werden und gibt so den Zugriff auf den darunterliegenden Lüfter samt Filter frei.

Ergonomisch günstig am oberen Ende der Front sind die Frontanschlüsse gelegen. Das Panel hat zwei USB Schnittstellen, einen eSATA Anschluss sowie die üblichen Buchsen für Mikrofon und Lautsprecher zu bieten. Die Power und Reset-Taster wurden zusammen mit den Status-LEDs auf dem Deckel platziert. Beide Buttons wurden großzügig dimensioniert und vermitteln eine gute Rückmeldung.

Auf dem Deckel angebrachte Anbauteile mit darunter versteckten Lüftern sind zur Zeit schwer in Mode gekommen. Auch Chieftec möchte nicht hinten anstehen und bestückt das CH-07 mit einem entsprechenden Kunststoffteil. Auch hier lässt sich wieder in rot gehaltenes Lochblech vorfinden, unter dem sich zwei 120mm Lüfter verbergen. Selbstverständlich lässt sich auch die Kunststoffhaube abnehmen, dazu ist es lediglich erforderlich zwei Schrauben im Innenraum zu lösen. Danach kann das Anbauteil in einem Stück nach hinten abgezogen werden. Es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass die seitlich verlaufenden "Kühlrippen" nur ein Designmerkmal darstellen und keine weitergehende Funktion haben.

Beide Seitenteile sind überaus massiv ausgefallen, Vibrationen sollten hier keine Chance haben. Die rechte Seitenwand besitzt keinerlei Besonderheiten. Sie muss auch mit konventionellen Schrauben vorlieb nehmen während das linke Pendant über Rändelschrauben verfügt. Die Besonderheiten erschöpfen sich allerdings nicht bei der Befestigungsmethode, auch ein 220mm Lüfter wurde hier montiert. Dieser versteckt sich unter einer Abdeckung aus Kunststoff und rotem Meshgitter. Da der Riesenventilator die Umgebungsluft ansaugt ist ein Staubfilter zwingend erforderlich. Ein Blick auf die Innenseite verrät dass Chieftec das ebenso sieht und einen feinmaschigen Filter mit dem Lüfter verschraubt.

Eher konservativ geht es am Heck zu. Das Netzteil wird ATX konform unterhalb des Deckels montiert. Bei der Konkurrenz wandert der Stromlieferant immer öfter auf den Boden und soll von außerhalb des Gehäuses Luft ansaugen. Einen handfesten Vorteil dieser Methode konnten wir in den vergangenen Tests nicht erkennen. So kann man es Chieftec auch nicht ankreiden die klassische Positionierung gewählt zu haben. Eine Besonderheit, die nicht unerwähnt bleiben soll, stellt die Möglichkeit dar, auch redundante Netzteile im CH-07 montieren zu können. Dazu muss einfach die Adapterplatte für Standard-ATX-Netzteile entfernt werden. Weiterhin bietet das Heck noch die Möglichkeit einen 120mm Lüfter zu verbauen. Auch an die praktischen Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung wurde gedacht.

Am Boden gibt es nicht sehr viel zu sehen. Die Standfüße sind ausreichend groß ausgeführt um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Leider ist die Gummiauflage sehr dünn ausgefallen, gute Entkopplungseigenschaften sind hier aber eher nicht zu erwarten.

Qualitätiv gibt sich Chieftec keine Blöße. Die Lackierung ist sauber aufgetragen und das eingesetzte Material hochwertig ausgefallen. Beide Seitenwände lassen sich leicht und ohne große Kraftaufwendung abnehmen bzw. montieren.