Innenraum & Belüftung

Sonntag, 21. Februar 2010
 / von Nahaz
 

Beim Innenraum mach das Antec Titan seinem Namen dann alle Ehre. Das Platzangebot ist wahrhaft fürstlich, die Hardware die nicht in dieses Case passt muss erst noch entwickelt werden.

Wie bereits angesprochen kann das Titan bis zu vier Geräte im 5,25" Faktor aufnehmen. Zur Montage ist es nötig, die beiliegenden Kunststoffschienen am Laufwerk mit jeweils zwei Schrauben zu fixieren. Die Besonderheit liegt dann auch nicht bei der Montage, sondern in der Tatsache dass für Integration von optischen Laufwerken und Festplatten in jedem Fall die Front abgenommen werden muss.

Für ein Gehäuse dass eine professionelle Workstation beherbergen will, ist ein externer 3,5" Schacht eine Pflichtübung. Das weiß offensichtlich auch Antec, der Hersteller legt dem Case einen 5,25" auf 3,5" Adapter bei. Dieser wird mit den gleichen Schienen wie die restlichen 5,25" Laufwerke befestigt.

Auch die Festplatten verfügen über ein Schienensystem zur Montage. Allerdings besteht das Befestigungssystem hier nicht aus Plastik sondern aus Metall. Die Schienen werden mit speziellen Schrauben mit der Festplatte verbunden. Dicke Gummiringe sorgen dafür dass die Platten keine unnötigen Vibrationen an das Gehäuse übertragen.

Der Mainboardträger ist so massiv ausgefallen, dass man glauben könnte er wäre aus einem Stück gefräst. Während bei anderen Gehäusen einfach mit Gewinde versehene Löcher in den Tray gebohrt werden, setzt Antec beim Titan hochwertige Muttern ein. Das ist eigentlich nur ein kleines Detail aber es zeugt von Qualität und Langlebigkeit. Zwar gibt es auf dem Tray zwei Durchbrüche, als Kabeldurchführung lassen sich diese allerdings nicht nutzen. Zum einen ist die Position nicht optimal und zum anderen gibt es hinter dem Mainboardträger absolut keinen Platz für Kabel.

Der Deckel ist von innen ebenso langweilig wie von außen. Hier gibt es faktisch nichts zu sehen, Antec verzichtet auf jegliche Lüftungsgitter. Dem entsprechend präsentiert sich die Innenseite als durchgehend glatte Fläche.

Gleiches könnte man dann auch vom Boden sagen. Auch hier eine Wüste aus kalt gewalztem Stahl. Aber mal ehrlich, ist ein im Boden montierter Lüfter, der mehr Dreck als Luft ansaugt, wirklich sinnvoll?

Im Heck gibt es dann schon wieder etwas mehr zu sehen. Ein 120mm Lüfter schaufelt die erwärmte Luft aus dem Gehäuse. Insgesamt sieben Expansionsslots bieten reichlich Raum für Umfangreiche Systemkonfigurationen. Die Erweiterungskarten werden dabei mit konventionellen Schrauben befestigt. Nicht elegant aber stabil und langlebig. Ein Trumpf des Antec Titan ist das Platzangebot für überlange Steckkarten. Wenn man den am Festplattenkäfig befestigten Kartenhalter nutzen möchte, passen Karten mit einer Länge bis max. 31cm. Demontiert man den Halter wächst der Raum auf beachtliche 35,5cm. Dieser Platz steht aber nur dann zur Gänze zur Verfügung, wenn auf Höhe der Erweiterungskarten keine Festplatten montiert sind. Sind Platten vorhanden schrumpft der Raum um etwa 1cm plus die Länge des SATA-Steckers.

Das Titan 650 hat die Zahl in seinem Namen dem mitgelieferten Netzteil zu verdanken. Dabei handelt sich um das Model Antec TruePower Trio EC mit einer Gesamtleistung von 650W.

Technische Daten Antec TruePower Trio 650 EC
Maße (LxBxH) 140 x 150 x 85 mm
Lüfter 120mm
Gesamtleistung 650W
+3,3V 24A
+5V 24A
+12V 19A
+12V 19A
+12V 19A
+5VSB 3A
-12V 0,8A

Das Netzteil bietet die folgenden Anschlüsse:

  • 20+4pin (1x 540mm)
  • 4pin 12V (1x 540mm)
  • 4pin (FDD) (1x 930mm)
  • 4pin Molex (2x 470mm, 2x 620mm, 2x 780mm)
  • S-ATA (2x 480mm, 2x 650mm)
  • 6 + 2pin PCI-Express (540mm)
  • 6pin PCI-Express (540mm)
  • 8pin 12V (1x 500mm)
  • Drehzahl-Monitor (1x 620mm)
  • Temperaturgeregelte Lüfteranschlüsse (1x 320mm, 1x 440mm)

Anzahl der Stecker und die beworbene Maximalleistung sollten auch umfangreiche Konfigurationen ausreichend mit Energie versorgen können.

Qualitativ gibt es nichts zu bemängeln. Auffallend ist enorme Stabilität die das Titan bietet. Egal ob es der Festplattenkäfig oder eine der Seitenwände ist, alles scheint hier für die Ewigkeit gebaut zu sein. Lediglich bei der Demontage der Front muss man leider einige Abstriche machen, die Befestigung ist einfach zu hakelig. Schön wäre ein stabiles Scharnier gewesen mit dem man elegant die komplette Frontpartie auf die Seite hätte klappen können.