Innenraum und Belüftung

Freitag, 28. August 2009
 / von Nahaz
 

Bereits auf den ersten Blick ist erkennbar, dass Antec andere Wege beim Innenaufbau des P183 beschreitet. Unterhalb des Mainboardtrays wurde ein Boden eingezogen, der das am Boden positionierte Netzteil sowie einen der beiden Festplattenkäfige von der übrigen Hardware trennt.

Insgesamt bietet das Gehäuse Platz für sechs Festplatten im 3,5“ Format. Beide Festplattenkäfige wurden zwar nicht um 90° gedreht, können aber nach dem Lösen einer Rändelschraube an einem seitlich angebrachten Ring einfach herausgezogen werden. Ein nettes Detail ist hierbei, dass besagte Ringe festgeklemmt werden können und so während des Betriebes nicht in lästige Schwingungen versetzt werden.

Der obere der beiden Käfige beherbergt bis zu zwei Festplatten. Diese werden horizontal auf robusten Schlitten verschraubt und können dann einfach eingeschoben werden.

Dicke Puffer aus weichem Silikon sorgen für eine angemessene Entkopplung.

Auf der rechten Seite wurde eine praktische kleine Box angebracht, die bei Bedarf Schrauben oder Ähnliches aufnehmen kann.

Im unteren Festplattenkäfig finden bis zu vier Festplatten Platz. Dabei werden die Platten hier nicht mehr horizontal, sondern vertikal eingebaut. Für ausgefeilte Befestigungsmechanismen ist hier kein Platz mehr, die Datenspeicher werden einfach verschraubt. Immerhin finden sich auch hier die Silikonpuffer zur Entkopplung. Da sowohl die Führungsschienen als auch die Größe der beiden Festplattenkäfige unterschiedlich sind, ist ein Vertauschen nicht möglich.

Vor beiden Käfigen kann optional jeweils ein 120mm Lüfter eingebaut werden. Im Gegensatz zum restlichen Gehäuse wirken die Haltevorrichtungen doch arg labil. Bereits nach einmaliger (vorsichtiger) Demontage ist uns die Halterung an einer Stelle gebrochen. Etwas stabileres Material sollte in dieser Preisklasse eine Selbstverständlichkeit sein!

Bis zu vier 5,25“ Geräte kann das Antec P183 aufnehmen. Die Befestigung erfolgt dabei mittels Schienen, die mit dem Laufwerk verschraubt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit ein 3,5“ Gerät, zum Beispiel ein Diskettenlaufwerk, zu verbauen. Die Montage verläuft, abgesehen von den kleineren Schienen, identisch.

Im Deckel befindet sich ein 120mm messender TriCool Lüfter von Antec, der die erwärmte Luft nach oben abführt. Unterstützt wird er bei seiner Aufgabe durch ein identisches Exemplar, welches am Heck montiert wurde.

Bei der Befestigung der Erweiterungskarten macht Antec keine Experimente, sie werden ganz klassisch verschraubt. Vielleicht nicht die eleganteste Methode, aber dafür eine sichere. Knapp 28cm Länge darf eine Grafikkarte maximal, bei montiertem Festplattenkäfig, aufweisen. Dabei ist zu beachten, dass man dann schon auf eine Festplatte verzichten muss. Die bessere Möglichkeit dürfte wohl sein, den oberen Käfig gleich auszubauen, damit umschifft man alle Platzprobleme.

Die Abstandshalter für das Mainboard sind bereits auf dem Tray montiert und lassen sich auch nicht entfernen. Auf eine Aussparung, um einen CPU-Kühler mit Schraubbefestigung bei eingebautem Board montieren zu können, wurde verzichtet.

Auf der Rückseite des Mainboardtrays gibt es viel Raum, um die vom Netzteil kommenden Kabel zu befestigen. Drei Kabelbinder sind bereits vor Ort, vier weitere können an den dafür vorgesehenen Laschen befestigt werden.

Wie eingangs erwähnt, befindet sich zwischen Board und Netzteil eine Trennwand. Antec bezeichnet diese Bauform als Zwei-Kammer-Design und verspricht sich dadurch ein besseres thermisches Verhalten und ein leiseres Betriebsgeräusch. An beiden Seiten wurden dünne Streifen mit Dämmmaterial angebracht, die wohl dazu dienen sollen, dass die beiden Kammern möglichst voneinander isoliert sind. Ein weiterer positiver Nebeneffekt dürfte die Tatsache sein, dass die Übertragung von Schwingungen auf die Seitenteile unterbunden wird.

Im Zwischenboden befinden sich zwei Kabeldurchführungen. Eine mit Rändelschrauben fixierte zweiteilige Kunststoffplatte kann so verschoben werden, dass die Öffnungen gerade so groß wie nötig sind und beide Kammern so gut wie möglich thermisch voneinander getrennt sind.

In der unteren Etage findet schließlich das Netzteil seinen Platz. Es thront auf einem mit Silikonstreifen versehenen Podest. Dabei saugt der Stromlieferant die Luft zwar von unten an, aber nicht von außerhalb des Gehäuses. Durch das erwähnte Podest hat der Netzteillüfter genügend Platz und ist nicht auf eine Belüftungsöffnung im Bodenblech angewiesen.

Das Antec P183 verfügt übrigens noch über einen Netzteiladapter. Dieser ermöglicht den Einbau von Standard-ATX-Netzteilen oder der voluminösen hauseigenen CP-Netzteil Serie.