Außenansichten

Dienstag, 16. November 2010
 / von Nahaz
 

Das die Optik bestimmende Element ist beim Gekkou ganz klar die über die komplette Front reichende Tür. Sie trägt entscheidend zum sauberen Erscheinungsbild des Gehäuses bei. Eine großflächige Einlage aus Aluminium verleiht einen Hauch von Noblesse, deren farbliche Ausführung ist gleichzeitig auch das einzige Unterscheidungsmerkmal bei den drei verfügbaren Gekkou Silent Modellen. Erhältlich sind hier die Farben Schwarz, Silber und Spiegeloptik.

Damit der einsaugende Lüfter genügend Frischluft ansaugen kann, ist die Tür an beiden Seiten mit unzähligen Lüftungsschlitzen versehen. Das hat unter anderem den Vorteil, dass der vom Frontlüfter erzeugte Schall nicht ungehindert nach vorne austreten kann. Gleich drei Magnete sorgen zuverlässig dafür, dass sich die Tür nur dann öffnet, wenn das auch wirklich gewünscht ist.

Die Tür kann, je nach Geschmack und Standort, sowohl an der linken als auch an der rechten Seite befestigt werden. Dabei vermitteln die Plastikscharniere nicht unbedingt den Eindruck, dass sie die Umbauprozedur häufiger verkraften würden. Dazu kommt dann noch der Umstand, dass der Öffnungswinkel von lediglich etwas mehr als 90° etwas größer hätte ausfallen dürfen. An diesem neuralgischen Punkt würden wir gerne robuste und langlebige Metallscharniere sehen, die es auch mal verkraften, wenn man einmal an der offenen Tür hängen bleibt. Wer es unbedingt will, kann auch komplett auf die Klappe verzichten und die beiden Öffnungen für das Scharnier mit den beiliegenden Plastikwinkeln verschließen.

Wirklich wollen wird das niemand der einmal die Tür geoffnet hat und sich die dahinter liegende Kunststoffwüste anschaut. Das hier eingesetzte Material ist hinsichtlich der Qualität enttäuschend ausgefallen. Es glänzt irgendwie speckig und auch haptisch kann der eingesetzte Kunststoff nicht wirklich überzeugen. So gerne wir die Tür jetzt auch wieder schließen würden eine nähere Betrachtung der Front ist nötig. Das Gekkou besitzt fünf 5,25“ Schächte, davon verfügt einer über eine Kombiblende und kann bei Bedarf einen externen 3,5“ Einbauplatz bieten. Nach dem lösen von sechs Schrauben, kann die Frontpartie auch in einem Stück abgenommen werden.

Ausgesprochen elegant wurde der Staubfilter in die Front integriert. Nach einem leichten Druck auf das Kunststoffgitter lässt sich dieses nach unten schwenken und der Filter kann problemlos zur Reinigung entnommen werden.

Das Frontpanel liegt ungünstig an der linken unteren Seite. Wenn das Gehäuse auf dem Schreibtisch steht, mag diese Position durchaus als opportun gelten, befindet sich der Rechner aber auf dem Boden wird der Kniefall zum Einstecken eines USB-Gerätes obligatorisch. Auch die Schnittstellenausstattung ist nicht besonders üppig ausgefallen, geboten werden:

  • 2x USB 2.0
  • 1x eSATA
  • 3,5mm Klinke Kopfhörer
  • 3,5mm Klinke Mikrofon

Die beiden Taster für Power- und Reset liegen dagegen griffgünstig auf der Oberseite. Auffällig ist dabei, dass die beiden Knöpfe nicht nur in ihrer Beschaffenheit identisch sind, sondern auch über keinerlei Beschriftung oder Markierung verfügen.

Das Gekkou Silent verfügt weder an den beiden Seitenwänden noch am Deckel über irgendwelche Öffnungen und bietet damit optimale Voraussetzungen für ein Gedämmtes Gehäuse. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass beide Seitenteile mit jeweils zwei Rändelschrauben befestigt werden.

Am Heck gibt es den mittlerweile zum Standard gewordenen 120 mm Lüfter. Als Schutzgitter kommt hier ein formschönes schwarz lackiertes Gitter mit dem Logo des Herstellers zum Einsatz. Für Freunde der Wasserkühlung stehen zwei Schlauchtüllen bereit, welche die Integration eines entsprechenden Kühlsystems erleichtern. Auch beim Scythe Gekkou Silent wird das Netzteil entgegen der ATX-Norm am Boden montiert.

Dem entsprechend befindet sich dann am Boden auch die dazugehörige Lüftungsöffnung. Auf einen Staubfilter hat der Hersteller hier leider aus unerfindlichen Gründen verzichtet, schade. Die Standfüße sind als unauffällig zu bezeichnen, sie verfügen über eine ausreichend dicke Auflage aus weichem Gummi und schonen so empfindliche Oberflächen.

Mit einer ersten Bewertung des Qualitätseindrucks tun wir uns diesmal schwer. Während das Chassis einen wirklich guten und soliden Eindruck hinterlässt, wirkt die Frontpartie billig und instabil. Speziell die Scharniere der Tür hinterlassen keinen besonders langlebigen Eindruck.