Der Praxistest wurde, einer Gaming-Mouse entsprechend, im Wesentlichen spielend durchgeführt. Dabei haben wir die Maus sowohl in Shootern, Rollenspielen sowie RTS-Spielen getestet. Ebenfalls wurde die Performance der Maus in den Bereichen Office und Internet getestet, welche aber für die Bewertung nur eine untergeordnete Rolle spielen. Für das Shooter Genre verwenden wir Battlefield Bad Company 2 und Left 4 Dead 2, für das große RPG-Genre nehmen wir stellvertretend Risen und Warhammer Online und der Strategie Bereich wird von Starcraft 2 und Command and Conquer 3: Kanes Rache abgedeckt.
Im Praxistest zeigte sich, dass die R.A.T. 7 wesentlich präzisere und schnellere Aktionen erlaubt als klassische Vertreter der Kategorie, wie z.B. die MX518. Der Precision Aim Button, der eine einstellbare, kurzfristige Absenkung der Empfindlichkeit ermöglicht, erwies sich, nach anfäglicher Skepsis über den Nutzen, als sehr brauchbar, die Headshotquote lies sich dadurch deutlich steigern.
Die hohe Präzision und gute Führbarkeit der Maus bringen auch in Strategiespielen enorme Vorteile. Die Einheitensteuerung geht gefühlt viel leichter und flüssiger von der Hand als mit konventionellen Mäusen. Einzig bei den Rollenspielen muss die R.A.T. 7 zuückstecken. Zwar gehen auch hier die Manöver sehr leicht von der Hand, die Maus muss sich aber Razers Naga geschlagen geben, es fehlen einfach die Zusatztasten für Makros.
Der Bereich Office und Internet ist mit einer ganz klaren Empfehlung für diesen Nager zu bewerten. Auch stundenlange Surfsessions lassen sich ermüdungsfrei bewerkstelligen. Die Maus ist, obwohl für Zocken gedacht, ein echter allrounder. Selbst längeres Arbeiten in Bildbearbeitungsprogrammen ist kein Hindernis, durch die fein einstellbare Auflösung des Sensors. Auch hier lässt sich der Precision Aim Button wieder gut verwenden, wenn man feinere Arbeiten durchführt. Der Sensor arbeitet in allen Auflösungsbereichen auf allen von uns getesteten Unterlagen, dazu zählen harte und weiche Mousepads, helle und dunkle Holztische sowie eine Aluunterlage und ein Glastisch, zuverlässig und präzise, selbst auf dem allgemein als schwierig geltenden Glastisch. Die Mausfüße gleiten sowohl auf harten und weichen Pads als auch auf dem blanken Tisch sehr gut und recht leise.
Bis man die Maus auf die eigene Hand eingestellt hat, alle Auflagen und Anbauteile durchprobiert sind um das Angenehmste zu finden vergeht einige Zeit, man tut sich durch die große Einstellbarkeit auch schwer, die aktuelle Einstellung als optimal zu betrachten. Ständig ist man versucht noch weiter zu optimieren. Kleine Kritik verdient auch das Gewichtssystem der Maus. Insgesamt liegen fünf Gewichtsscheiben á sechs Gramm bei. Diese - aus unserer Sicht - recht grobe Einteilung führt manchmal zu suboptimalen Einstellungen der Maus. Saitek hätte hier noch einige Gewichte in zwei oder drei Gramm beilegen können um eine feinere Abstimmung zu ermöglichen. Im Test fiel auch auf, dass die Daumentasten (Vor/Zurück/Precision-Aim) je nach Fingerlänge und Einstellung der Maus nur mit Verrenkungen des Daumens zu erreichen sind. Entweder liegt die Zurück-Taste zu weit hinten oder die Precision-Aim-Taste zu weit vorne um bequem erreicht zu werden.