Außenansichten

Montag, 4. Oktober 2010
 / von Nahaz
 

Die Front des Phantom besteht, bis auf das Lüftungsgitter, komplett aus hochglanzlackiertem Kunststoff. Die je nach Ausführung rote, weiße oder, wie bei unserem Testmuster, schwarze Lackierung sieht zweifelsfrei sehr gut und elegant aus, zieht aber auch Staub und Fingerabdrücke magisch an.

Die ausgesprochen schwere und solide gefertigte Fronttür verfügt über einen verschleißunanfälligen Magnetverschluss, welcher die Tür zuverlässig geschlossen hält. Hinter der Klappe sind fünf 5,25“ Schächte versteckt, deren Blenden aus Lochblech gefertigt sind. Ein interessantes Detail ist dabei der Verschluss, mit dem die Abdeckungen entfernt werden können. An der rechten Seite befindet sich ein kleiner Schieber, betätigt man diesen kann die Blende leicht abgenommen werden, ein praktisches Detail.

Wie fast bei jedem Gehäuse, kann auch beim NZXT Phantom die Front vom Chassis getrennt werden. Außer einem Einbauplatz für einen optionalen 140 mm Lüfter gibt es allerdings nichts Interessantes zu sehen. Einen Staubfilter muss man dann übrigens ebenfalls selbst nachrüsten.

Die Frontanschlüsse sind in der Oberseite des Gehäuses eingelassen und bieten die folgenden Schnittstellen:

  • 2x USB 2.0
  • 3,5mm Klinke Kopfhörer
  • 3,5mm Klinke Mikrofon
  • 1x eSATA

Ebenfalls am Deckel befinden sich die Taster für Power und Reset sowie die Status LED´s. Die formschön gestalteten Buttons sind ausreichend groß ausgefallen und verfügen über einen gut spürbaren Druckpunkt. Problematisch könnte allerdings sein, dass die beiden Knöpfe direkt und ohne nennenswerten Zwischenraum hintereinanderliegen, hier kann es durchaus mal passieren, dass man versehentlich den falschen Taster betätigt.

Auch die Fünfkanal-Lüftersteuerung befindet sich griffgünstig an der Oberseite. Statt eines schnöden Drehreglers setzt NZXT hier auf fünf Schieberegler, die ein wenig an die beliebten Equalizer aus den 80er und 90er Jahren erinnern.

Der Deckel des Phantom wird von einer Kunststoffverkleidung geziert die gekonnt das Design der Front weiterführt. Auch hier setzt der Hersteller auf hochglänzende Oberflächen und wird so zwangsweise polarisieren, während die einen in absolute Verzückung geraten, werden sich die anderen mit Grausen abwenden. Wie auch immer, auch dieses Anbauteil lässt sich mit einem Ruck abnehmen und gibt den Blick auf das Stahlblechchassis frei. Hier fallen direkt die zwei Einbauplätze für die beiden großen 200 mm Lüfter ins Auge. Einer davon ist bereits ab Werk an Bord, der andere kann optional nachgerüstet werden. Damit nicht unnötig Staub in den Innenraum dringt, hat NZXT den freien Einbauplatz mit einem Filter versehen.

Das eigenwillige Belüftungskonzept des NZXT Phantom lässt sich erahnen, wenn man sich die linke Seitenwand ansieht. Das Lüftungsgitter unten rechts bietet Platz für zwei 120 mm Lüfter, optional kann noch ein großer 200 / 230 mm Lüfter am größeren der beiden Gitter befestigt werden. Lobenswert ist dabei der Umstand, dass alle Einbauplatze mit Staubfiltern versehen sind.

Auch an der rechten Seite befindet sich im unteren Bereich ein Lüftungsgitter. Hier kann die Luft, die an der linken Seitenwand angesaugt wird, den Innenraum wieder verlassen. Beide Seitenteile werden übrigens gleich von jeweils drei Rändelschrauben fixiert.

Das Heck bietet einen weiteren 120 mm Lüfter und gleich vier Schlauchdruchführungen. Oben links befindet sich noch ein kleiner Taster, mit dem die Beleuchtung der Lüfter auf Wunsch deaktiviert werden kann. Wie bei fast allen aktuellen Gehäusen findet auch beim NZXT Phantom das Netzteil seinen Platz am Boden.

Leider immer noch nicht bei allen Herstellern selbstverständlich ist der Staubfilter an der Lüftöffnung für das Netzteil. Hier leistet sich NZXT keinen Patzer und integriert einen solchen Filter. Allerdings muss zur Entnahme das Gehäuse auf die Seite gekippt oder angehoben werden, das haben wir anderswo schon eleganter und praktischer gesehen. Auch bei den Standfüßen geht NZXT beim Phantom eigene Wege, hier setzt man auf Standflächen, die sich fast über die komplette Länge des Gehäuses ziehen. Um empfindliche Bodenbeläge zu schonen und das Gehäuse zu entkoppeln wurden sie mit einem schmalen Streifen aus weichem Gummi versehen.

Die Verarbeitung ist wirklich gelungen, die Spaltmaße sind gleichmäßig und auch die Lackierung ist absolut ohne fehl und Tadel.