Fazit

Sonntag, 17. Oktober 2010
 / von Nahaz
 

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum, das Lian Li T60 ist definitiv kein “Gehäuse“ für die breite Masse. Der Durchschnittsanwender wird hier mit Sicherheit nicht glücklich, gibt es doch weder eine aktive Kühlung noch irgendetwas, was den Schall vom Benutzer fernhalten könnte. Dass elektronische Bauteile höchst empfindlich sind, versteht sich darüber hinaus natürlich von selbst, so ist im täglichen Umgang mit dem T60 erhöhte Vorsicht geboten. Eine während des Betriebs versehentlich fallen gelassene Büroklammer oder ein Tropfen Flüssigkeit kann schnell den endgültigen KO für die teure Hardware bedeuten. So ist dann auch nicht die breite Masse der Computer-Anwender die Zielgruppe für das T60, die ist vielmehr unter den Enthusiasten zu suchen die auf der Jagd mach neuen OC-Rekorden sind und ständig an ihrer Hardware schrauben. Aber auch für professionelle Hardwaretester stellt der Einsatz eines Benchtables eine große Erleichterung im nervenaufreibenden Testalltag da.

Lian Li hat hier mit T60 ein brauchbares Arbeitsgerät, denn nichts anderes ist ein Benchtable, entwickelt. Die Verarbeitung ist gewohnt gut und auch die Möglichkeit bis zu fünf Festplatten in dem kleinen Gestell zu montieren hat uns gut gefallen. Während der täglichen Arbeit mit dem T60 fallen auch die kompakten Abmessungen ausgesprochen positiv auf, die Teststation benötigt nicht mehr Raum als unbedingt nötig. Weniger gut gefallen hat uns dagegen die mäßige Verwindungssteifigkeit, hier besteht durchaus noch die Möglichkeit zur Optimierung. Dass beim T60 wirklich alles verschraubt werden muss, sehen wir nicht als Nachteil. Ganz im Gegenteil, das tägliche Los eines Benchtables dürfte in den allermeisten Fällen häufig wechselnde Hardware sein, hier wären Befestigungsmechanismen aus Plastik schon fast fahrlässig. Was aber absolut nicht geht, ist die Inkompatibilität zu manchen Mainboards. Da kann es schon einmal vorkommen, dass irgendwelche Schnittstellen, wie in unserem Fall z.B. die Audioanschlüsse, den Einbau verhindern, weil sie zu dicht an der Aufnahmevorrichtung für die Erweiterungskarten liegen. Hier muss in jedem Fall dringend nachgebessert werden. Das Lian Li T60 ist ab knapp 90€ zum Beispiel bei Caseking erhältlich. Eine schöne Stange Geld für ein paar Aluminiumteile und eine Hand voll Schrauben. Für diesen Preis hätte das praktische Frontanschlussmodul gut und gerne im Lieferumfang enthalten sein können.

Plus:

  • Gute Verarbeitung
  • Platz für bis zu fünf Festplatten
  • Kompakte Abmessungen

Minus:

  • Kompatibilitätsprobleme mit einigen Mainboards
  • Verwindungssteifigkeit könnte höher sein
  • Frontanschlussmodul nicht im Lieferumfang

Unser Dank geht an die Firmen Lian Li und an Caseking, die uns freundlicherweise das Testsample zur Verfügung gestellt haben.

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