Die Vorderseite des Aequitas wirkt ausgesprochen wuchtig. Dafür sind hauptsächlich die beiden, mit Beleuchtungselementen versehenen, seitlichen Plastikwülste verantwortlich. Große Teile der Front sind in Hochglanzoptik gehalten, das sieht soweit ganz nett aus, jedenfalls bis die ersten Fingerabdrücke den Glanz trüben. Dazu kommt dann noch die typische Anfälligkeit für Wischkratzer die solchen Oberflächen grundsätzlich zu eigen ist. Die Front des Aequitas verfügt über neun 5,25“ Blenden.
Trennt man die Front vom Chassis, wird schnell ersichtlich, dass das Case tatsächlich über lediglich vier reale 5,25“ Schächte verfügt. Dazu gesellen sich noch zwei externe Einbauschächte im 3,5“ Format. Um einen davon nutzen zu können, ist es die Montage der im Lieferumfang enthaltenen Kombiblende erforderlich. Alle 5,25“ blenden bestehen aus Lochblech und verfügen über einen eigenen Staubfilter. Wirklich alle Blenden? Nein, kurioserweise müssen ausgerechnet die drei Abdeckungen auf Höhe des einsaugenden 120 mm Frontlüfters auf einen solchen Filter verzichten.
Das Design der Front wird von einem Anbeuteil, welches den vorderen Bereich des Deckels bedeckt, aufgenommen. Hier befinden sich auf einer leicht zum Benutzer geneigten Fläche, Power- und Reset-Taster. Beide Knöpfe bestehen aus fein geriffeltem Metall und fühlen sich sehr hochwertig an. Auch der knackige Druckpunkt kann in beiden Fällen überzeugen. Ausgesprochen griffgünstig wurden die Frontanschlüsse platziert. Das Aequitas verfügt über:
Positiv ist uns beim Frontpanel aufgefallen, dass die USB-Ports weit genug auseinander stehen und nicht gleich zwei Anschlüsse von einem breiten USB-Stick blockiert werden. Weniger hat uns allerdings gefallen, dass die Abdeckung der Frontanschlüsse im unteren Bereich schon bei geringem Druck deutlich nachgibt.
Bis auf den bereits beschriebenen Plastikanbau gibt es am Deckel nichts Interessantes mehr zu sehen. Hier gibt es weder Lüftungsgitter noch besteht die Möglichkeit, einen oder mehrere Lüfter einzubauen.
Deutlich mehr gibt es dagegen bei der linken Seitenwand zu sehen. Hier befindet sich ein großer 190 mm Ventilator, der den Innenraum mit Frischluft versorgt. Zusätzlich gewährt ein schick gestaltetes Fenster einen Blick auf die verbaute Hardware. Der transparente Kunststoff wurde mit einem feinen Linienmuster versehen und erinnert ein wenig an die beheizbare Heckscheibe eines Autos. Wesentlich unauffälliger ist dagegen die rechte Seite des Aequitas ausgefallen, sie kommt ohne jegliche Öffnung aus. Beide Seitenteile werden mit jeweils zwei Rändelschrauben schnell und ohne Werkzeug fixiert.
Sehr sachlich ist auch das Heck ausgefallen. Dass das Netzteil unterhalb des Deckel montiert wird, muss kein Nachteil sein. Ein solcher sind aber mit Sicherheit Soltbleche die man herausbrechen muss und die danach nicht wieder verwendet werden können. Bei einem Gehäuse, welches immerhin um die 50€ kostet, ist das ein Armutszeugnis. LC-Power hat offensichtlich kein Herz für Wasserkühlungen, Schlauchdurchführungen sucht man jedenfalls vergeblich. Um das Belüftungskonzept abzurunden, kann optional noch ein 120 mm Lüfter eingebaut werden, alternativ ist auch die Integration eines 80 mm Modells möglich.
Wenig spektakulär gibt sich beim Aequitas auch der Boden. Unnötige Einbauplätze für Lüfter gibt es ebenso wenig wie irgendwelche anderen Öffnungen. Bleiben also nur die vier Standfüße übrig und die sind nicht wirklich gelungen. Sie bestehen aus schwarzem Hartplastik und verfügen über keine Gummiauflage. Es sollte daher tunlichst vermieden werden das Gehäuse über empfindliche Bodenbeläge zu ziehen.
Die Verarbeitung ist manierlich ausgefallen, Spaltmaße und die Lackierung sind in Ordnung. Die Qualität des eingesetzten Kunststoffs dürfte allerdings höher sein.