Der geräumige Innenraum ist komplett in Schwarz gehalten. Auf den ersten Blick fällt die Gestaltung zwar modern aber nicht wirklich ungewöhnlich aus.
Das 600T bietet Platz für bis zu vier Geräte im 5,25“ Formfaktor. Die werkzeuglosen Befestigungsmechanismen, die wir bisher von den verschiedenen Herstellern so gesehen haben, sind uns meist negativ aufgefallen. Das Corsair 600T ist hier leider keine Ausnahme. Der Mechanismus, der hier eingesetzt wird, ist eine Art “Wippe“ die an der linken Seite des Schachtes angebracht wird Schiebt man nun ein Laufwerk ein, drück es am hinteren Teil der Wippe gegen eine Erhebung aus Plastik. Gleichzeit wird dadurch der vordere Teil mit zwei Metallstiften nach unten und im Idealfall in die Schraublöcher des Laufwerks gedrückt. Was in der Theorie schon abenteuerlich klingt, erweist sich auch praktisch als nicht wirklich toll. Das Einschieben eines Laufwerkes funktioniert bei unserem Testmuster nur mit erhöhtem Kraftaufwand und vielem Geruckel. Dazu hat man noch ständig Angst, dass die Plastiknase an der Wippe abbricht. Ist dann die Installation endlich vollbracht, stellt man ernüchtert fest, dass er Halt bestenfalls mäßig ist. Zwar kann man an der linken Seite noch zwei Schrauben eindrehen, rechts besteht diese Möglichkeit aber leider nicht.
Deutlich besser sieht es dann beim Festplattenkäfig aus. Hier bietet das 600T Platz für bis zu sechs Festplatten. Die Kunststoffschlitten, die hier zum Einsatz kommen, kennen wir schon aus der Obsidian-Serie. Hier wird der Datenträger einfach eingeklemmt, vier Metallstifte sorgen dabei für den nötigen Halt. Sehr praktisch ist die Möglichkeit auf jedem der sechs Schlitten auch ein 2,5“ Laufwerk zu montieren, hierbei kommen dann konventionelle Schrauben zum Einsatz. Für die nötige Frischluft sorgt der in der Front untergebrachte 200 mm Lüfter.
Der Festplattenkäfig besteht aus zwei Teilen mit einem Fassungsvermögen von je drei Platten. Nach dem Lösen von zwei Rändelschrauben kann der obere Teil leicht herausgenommen werden. Ähnliches hat man auch schon bei anderen Herstellern gesehen. Neu ist dagegen die Möglichkeit, den oberen Teil des Käfigs neben dem unteren zu platzieren. So hat man auf Wunsch Unmengen an Platz und muss trotzdem nicht auf die volle Festplattenkapazität verzichten.
Oft kopiert aber nie erreicht sind die nahezu perfekten Möglichkeiten des Kabelmanagements, die Corsair bereits seit dem ersten Gehäuse bietet. Viele große mit weichen Gummitüllen versehene Durchbrüche machen das verlegen der Kabel zu einem Genuss. Dazu kommt dann auch noch, dass auf der Rückseite viele Ösen vorhanden sind, um die Strippen zu befestigen. Sagenhafte 3,5 cm Platz gibt es zwischen Mainboardträger und der rechten Seitenwand, uns ist kein Gehäuse bekannt, welches hier mehr Raum bietet. Die extragroße Öffnung auf Höhe der CPU kennen wir ebenfalls von den Obsidian Gehäusen, dort konnte man sie allerdings noch mit einer Plastikklappe verschließen.
Am Boden befinden sich neben dem Festplattenkäfig kleine Öffnungen, an denen der obere Teil des Käfigs bei Bedarf befestigt werden kann. Zusätzlich gibt es für das Netzteil eine Sicherungsschiene, diese kann in mehreren Stufen verstellt werden und verleiht dem Stromspender zusätzlichen Halt.
Der zweite 200 mm Ventilator befindet sich im Deckel. Hier können wohl alternativ auch zwei 120 mm Lüfter verbaut werden, die Integration einer 240er Radiators wäre damit theoretisch möglich. Leider schweigt sich die “Anleitung“ über diese Möglichkeiten aus.
Bei den Erweiterungskarten geht Corsair, Gott sei Dank, keine Experimente ein und setzt auf Rändelschrauben. Die maximale Länge für Grafikkarten mit Überlänge liegt im Auslieferungszustand bei 350 mm. Entnimmt man den oberen Teil des Festplattenkäfigs, erhält man 480 mm Raum, damit dürfte es auch in der Zukunft kaum zu Platzproblemen kommen.
Auch im Innenraum gibt sich das Corsair 600T bei der Verarbeitung keine Schwäche. Die Lackierung ist auch an entlegenen Stellen absolut einwandfrei, scharfe Kanten sind ebenfalls nicht auffindbar.