Bis auf die Seitenteile ist das komplette Gehäuse mit Anbauteilen aus Kunststoff verkleidet. Die Front besteht dementsprechend ebenfalls aus Plastik. Das Material fühlt sich dabei hochwertig an, man merkt, dass der Hersteller hier nicht die billigste Lösung genommen hat. Die 5,25“ Abdeckungen bestehen aus Lochblech und sind mit Staubfiltern versehen. Der untere Bereich der Frontpartie kann abgenommen werden und gibt den Blick auf den dahinterliegenden 200 mm Lüfter frei. Auch diese große Abdeckung besteht aus Lochblech und verfügt ebenfalls über einen Filter.
Die Frontanschlüsse sind griffgünstig im vorderen Bereich des Deckels platziert, dabei werden die folgenden Schnittstellen geboten:
Damit bleiben anschlussseitig kaum Wünsch offen, es ist allerdings zu beachten, dass speziell die vier USB 2.0 Ports sehr dicht beieinander liegen. Mit einem ausladenden USB-Stick können hier schon einmal zwei Anschlüsse gleichzeitig blockiert werden. Exakt mittig zwischen den verschiedenen Schnittstellen macht die Lüftersteuerung durch einen großen runden Drehknopf auf sich aufmerksam. Dabei sitzt er ausgesprochen fest und bietet einen gewissen Drehwiderstand, der an die Regler einer Hifi-Anlage erinnert. Etwas versteckt hinter dem Frontpanel sitzen die beiden Taster für Power und Reset. Sie verfügen über einen guten Druckpunkt, sind aber etwas schmal ausgefallen.
Der Rest des Deckels wird von einem großen Lüftergitter beherrscht. Durch einen leichten Druck auf den hinteren Bereich kann es in einem Stück abgenommen werden, darunter wird dann ein weiterer 200 mm Lüfter sichtbar. Ungewöhnlich ist der Umstand, dass an dieser Stelle auch ein Schloss versteckt ist, mit die linke Seitenwand gesichert werden kann.
Beide Seitenteile sind frei von Öffnungen und verfügen über einen raffinierten Öffnungsmechanismus. Jede Seitenwand verfügt über zwei Schieber wie man sie von hochwertigem Reisegepäck kennt. Zum Öffnen muss man lediglich beide Schieber gleichzeitig nach unten drücken, schon kann das Seitenteil abgenommen werden.
Um das Design konsistent zu halten, verfügt auch die Rückseite des 600T über einen Anbau aus Plastik. Davon abgesehen gibt es hier die Standardzutaten, die bei fast jedem Gehäuse zu finden sind. Im Einzelnen wären das ein 120 mm Lüfter und zwei Schlauchdruchführungen. Das Netzteil sitzt auch bei diesem Gehäuse am Boden.
Damit das Netzteil sich nicht unnötig mit Staub zusetzt, hat Corsair einen feinmaschigen Filter unter dem Boden angebracht. Zum Reinigen kann er ganz bequem einfach nach hinten herausgezogen werden, ein Kippen des Gehäuses ist also nicht mehr nötig, perfekt gelöst. Rein optisch fügt sich der Filter formschön in das Design des Hecks ein.
Das Kapitel “Boden“ ist bei den meisten Gehäusen eher langweilig. An jeder Ecke einen Standfuß, vielleicht eine Öffnung für einen Lüfter und das Netzteil, das war´s. Corsair geht beim 600T einen anderen Weg, das Gehäuse steht auf zwei über den Rand hinausragenden Standflächen. Diese sind mit jeweils zwei großen und weichen Gummimatten versehen. Hier werden Bodenbeläge geschont und auch eine rudimentäre Entkopplung ist durchaus gegeben. Öffnungen für weitere Lüfter sind am Boden dagegen nicht vorhanden.
Verarbeitungstechnisch spielt man bei Corsair ganz vorne mit. Die Oberflächen sind makellos, gleiches gilt für die Spaltmaße. Obwohl verhältnismäßig viel Plastik eingesetzt wird, ist die Anfassqualität ausgesprochen hoch.