Innenraum & Belüftung

Samstag, 4. September 2010
 / von Nahaz
 

Der Innenraum wirkt erst einmal etwas verbaut. Dieser Eindruck wird durch zwei große angeschraubte Plastikteile erweckt, deren Funktion wir später noch erläutern werden. Wie alle Modelle der HAF-Serie verfügt auch das X über einen mattschwarz lackierten Innenraum.

Wie bereits erwähnt, finden bis zu vier 5,25“ Geräte im HAF-X Platz. Bei der Befestigung kommt der Druckknopfmechanismus zum Einsatz, den wir bereits von anderen Modellen aus dem Hause Cooler Master kennen. Der Halt, den diese Konstruktion bietet, ist mittelmäßig, wir raten daher die Laufwerke zusätzlich mit Schrauben zu sichern.

Die beiden verbleibenden 5,25“ Schächte bieten Hot-Swap-Funktionalität. Mit Strom werden die zwei Festplatten dann von einem 4pol-Molex Stecker versorgt.

Auch die Halterungen des internen Festplattenkäfigs ist bereits von anderen Modellen des Herstellers bekannt. Die Plastikhalter ermöglichen ohne Werkzeug eine einfache Montage der Datenträger. Einer der Rahmen verfügt noch über einen Adapter und kann so ein 3,5“ Laufwerk aufnehmen. Bis zu fünf Platten können in dem um 90° gedrehten Käfig untergebracht werden. Ein 230 mm Ventilator stellt eine mehr als nur ausreichende Kühlung der Festplatten in Aussicht.

Am Käfig kann ein Lufttunnel angebracht werden, der die Belüftung der Erweiterungskarten verbessert. Optional besteht hier auch die Möglichkeit, einen 120 mm Lüfter einzusetzen.

Am Boden befindet sich dann auch direkt das zweite auffällige Anbauteil. Hierbei handelt es sich um eine Blende, welche den, offensichtlich durch das Netzteil verursachte, Kabelsalat verstecken soll. Ansonsten gibt es noch ein großflächiges Gitter zu sehen, hier wird dann auch klar, dass das HAF-X auch keinerlei Probleme mit sehr großen Netzteilen hat.

Der extrem solide Mainboardträger verfügt über eine praktische Öffnung, welche die Montage von CPU-Kühlern mit Schraubbefestigung, bei eingebautem Board erlaubt. Weiterhin sind noch drei Durchbrüche vorhanden, die das Kabelmangement erleichtern. Mit ca. 22 mm Platz zwischen Tray und rechter Seitenwand, ist ausreichend Raum zum Verlegen der Strippen vorhanden. Sehr lobenswert ist auch, dass Cooler Master Ösen an der Rückseite des Mainboardträgers angebracht hat, so ist es leicht möglich die Kabel zu fixieren.

Bis zu zwei 200 mm Lüfter können im Deckel befestigt werden, davon ist einer bereits ab Werk vorhanden. Alternativ kann hier auch ein 360er Radiator befestigt werden..

Im Heck befindet sich ein weiterer Lüfter. Bei den meisten Gehäusen lassen sich an dieser Stelle maximal Ventilatoren mit 120 mm Größe antreffen. Cooler Master nutzt den Platz geschickt und integriert gleich ein 140 mm Modell. Die Erweiterungskarten werden mit Rändelschrauben sicher fixiert. Die maximal zur Verfügung stehende Platz für überlange Grafikkarten liegt bei guten 342 mm.

Ebenfalls mit an Bord ist der robuste Kartenhalter den wir bereits beim CM 690 II Advanced gesehen haben. Er kann bei Bedarf noch einen 80 mm Lüfter aufnehmen, das ist aber in diesem Fall eigentlich unnötig, da der große 200 mm Ventilator in der linken Seitenwand für ausreichende Kühlung sorgen sollte.

Qualitativ gibt es auch am Innenraum nichts zu beanstanden. Die Gewinde sind sauber geschnitten und auch die sonstige Passgenauigkeit lässt keine Wünsche offen.