Praxiseinsatz

Sonntag, 31. Oktober 2010
 / von Nahaz
 

Wie fast immer gibt es beim Zusammenbau keine Probleme. Die Passgenauigkeit der Einzelteile ist, so wie es sich auch gehört, perfekt. Die Befestigung der Hardware erfolgt dabei größtenteils mittels konventionellen Schrauben.

Die Festplatten werden dagegen an Gummibändern im Käfig aufgehängt, den Mechanismus haben wir bereits im Kapitel “Innenraum und Belüftung“ beschrieben. Die durch diese Vorrichtung erzielte Entkopplung dürfte als nahezu ideal durchgehen. Wo viel Licht ist, gibt es bekannterweise auch immer Schatten, so auch in diesem Fall. Die Festplatten rutschen vollkommen haltlos an den Gummiseilen entlang und können während des Transports, je nach Art des Einbaus, gegen die Seitenteile oder den Frontlüfter schlagen. Wenn man also das SATA-Kabel zu straff im Innenraum fixiert hat, könnte im schlimmsten Fall die SATA-Schnittstelle von der Platte reißen. Offensichtlich ist man sich im Hause Antec dieser Problematik bewusst und rät in der Anleitung dazu die Festplatten vor dem Transport zu entfernen. Für ein Gehäuse, das explizit dafür entwickelt wurde, um von der einen LAN-Party zur nächsten zu tingeln, ist das ein echtes Armutszeugnis. Die Befestigung, so gut sie im Kern auch ist, müsste dringend überarbeitet werden. Wer nicht auf eine überarbeitete Version warten möchte, kann die Platten auch mit je zwei Kabelbindern pro Seite fixieren, auf diese Weise sollte ein ausreichender Halt während des Transports gewährleistet werden. Vorsicht ist aber dennoch geboten, da die Platten nur an vier Haken im Käfig eingehängt werden. Wer aber auf dem Weg zur nächsten LAN keine akrobatischen Kunststücke mit dem Case veranstaltet, sollte mit intakter Hardware an sein Ziel gelangen.

Die größte Besonderheit des Antec LanBoy Air ist sein modularer Aufbau. Im Folgenden möchten wir einige mögliche Konfigurationen zeigen.

Das stabile in auffälligem Gelb lackierte Grundgerüst des LanBoy Air ohne Anbauteile.

Auf dem folgenden Bild ist der größte Teil der abmontierten Anbauteile zu sehen.

Die Montage des Netzteiles kann, je nach Lust und Laune, sowohl klassisch unterhalb des Deckels als auch am Boden erfolgen.

Auch die Frontpartie ist größtenteils modular aufgebaut. Es bleibt dem Anwender überlassen ob er zum Beispiel seine 5,25“ Geräte oben, in der Mitte oder doch vielleicht am Boden einbauen möchte.

Bei der Belüftung mach Antec keine Gefangenen, bis zu 15 Lüfter im 120 mm Format kann das LanBoy Air aufnehmen. Theoretisch könnte die rechte Seite ebenso viele Ventilatoren aufnehmen, wie das linke Pendant, allerdings verhindert der Mainboardträger den Einbau von weiteren vier Lüftern. Antec hat die vielfach kritisierten TriCool Lüfter in Rente geschickt und verbaut, wie bereits bei der Dark Fleet Serie, die neuen TwoCool Modelle. Diese verfügen über einen kleinen Schalter, mit dem Umdrehungsgeschwindigkeit fest auf 900 oder 1500 U/Min eingestellt werden kann. Die beiden Frontlüfter verfügen dagegen jeweils über einen kleinen Drehknopf, mit dem die Rotation zwischen 1000 und 2000 U/Min stufenlos reguliert werden darf.

Position Anzahl Größe Umdrehungen pro Minute Anschluss Beleuchtung
Front 2 120 mm 1000 bis 2000 U/Min 4pol-Molex Blau
Linke Seite 2 (+5 optional) 120 mm 900 / 1500 U/Min 4pol-Molex Blau
Rechte Seite 3 (optional) 120 mm - - -
Deckel 2 (optional) 120 mm - - -
Heck 1 120 mm 900 / 1500 U/Min 4pol-Molex Blau