Innenraum & Belüftung

Sonntag, 31. Oktober 2010
 / von Nahaz
 

Auch der Innenraum dieses Gehäuses hat einiges zu bieten, was man sonst wo vergeblich sucht. Das beginnt bereits beim Festplattenkäfig. Hier stellt man sich im ersten Moment verwundert die Frage, wie denn zwischen den vier gelben Metallstreben die Platten befestigt werden sollen.

Antec hat sich hier wirklich eine außergewöhnliche Befestigungsmethode ausgedacht. An beiden Seiten der Festplatte wird eine Art Schiene verschraubt, durch diese läuft außen ein dickes Gummiseil hindurch, welches an beiden Enden mit einem Haken aus Kunststoff versehen ist. Um die Festplatte nun einzubauen, werden die Haken in die dazugehörigen Ösen gesteckt, welche an den Vierkantprofilen angebracht sind.

Eine Montage ist dabei sowohl in Längsrichtung als auch um 90° gedreht möglich. Dazu bekommt der Anwender noch die Freiheit die gewünschte Einbauhöhe frei wählen zu können. Durch den modularen Aufbau, können die Festplatten problemlos den Platz mit den 5,25“ Geräten tauschen, auch ein Mischbetrieb (5,25“ –-> Festplatte –-> 5,25“ –-> Festplatte) ist selbstverständlich machbar.

Insgesamt können im LanBoy Air bis zu sechs 3,5“ Festplatten und maximal drei 5,25“ Geräte eingebaut werden. Letztere werden dabei ganz klassisch verschraubt und sitzen entsprechend fest in ihren Schächten. Auch die 5,25“ Geräte können theoretisch um 90° gedreht werden, praktisch macht diese Maßnahme allerdings wenig Sinn, da es seitlich keine passenden Öffnungen gibt.

Der entnehmbare Mainboardträger ist eigentlich nicht besonders ungewöhnlich ausgefallen. Er bietet eine große Montagöffnung für CPU-Kühler und verfügt auf der Rückseite über einige Ösen, an denen Kabel befestigt werden können.

Als gänzlich unspektakulär ist dann die Innenseite des Deckels zu bezeichnen, außer einem Lüftungsgitter, welches bis zu zwei 120 mm Lüftern Platz bietet, gibt es hier nichts weiter zu entdecken.

Auch die Innenseite des Hecks zeigt sich für dieses Gehäuse ungewöhnlich konservativ. Wie es sich für ein Case gehört, dass speziell dafür ausgelegt ist oft von A nach B transportiert zu werden, kommen bei der Befestigung der Erweiterungskarten solide und langlebige Schrauben zum Einsatz. Für überlange Pixelbeschleuniger stehen knapp 270 mm Raum zu Verfügung, wenn auf gleicher Höhe eine Festplatte montiert ist. Ohne Platte kann die komplette Gehäusetiefe ausgenutzt werden, was sich dann in einem Raumangebot von runden 440 mm niederschlägt.

Das Bodenblech, oder besser das Bodengitter, hat dagegen mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint. Im vorderen Bereich, unterhalb der Festplatten, können noch zwei 2,5“ Laufwerke installiert werden, während im Auslieferungszustand in Richtung Heck die Aufnahmervorrichtung für das Netzteil befestigt ist.

Diese besteht aus zwei Teilen, der Obere davon nimmt das Netzteil auf und kann nach hinten herausgezogen werden. Der untere Teil verfügt über die nötigen Führungsschienen und gleicht die, durch die Vierkantprofile entstehende, Bodenwanne aus. Aus der Materialmenge die Antec für die beschriebene Befestigungsvorrichtung einsetzt, bauen andere Hersteller komplette Gehäuse.

Mängel bei der Verarbeitung gibt es auch im Inneren nicht zu verzeichnen, selbiges gilt für die Passgenauigkeit der einzelnen Teile. In Sachen Stabilität muss sich das LanBoy Air jedenfalls vor keinem anderen Gehäuse verstecken.